Freitag, 9. August 2019

Das Heil kommt von den Juden. (Joh 4,22)

Heilige Theresia Benedicta vom Kreuz

 

 

EVANGELIUM

Joh 4, 19-24

 

19Die Frau sagte zu Jesus: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.

20Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.

21Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.

22Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.

23Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden.

24Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Das Heil kommt von den Juden.  (Joh 4,22)

 

Das Heil kommt nicht durch eine Ideologie, nicht durch ein bestimmtes Programm, nicht durch Ideen, die die Menschen versuchen zu leben, nicht durch die Charta der Menschenrechte, sondern durch Jesus. Das ist die Art und Weise, wie Gott in der Geschichte wirkt. Er hat damit begonnen, indem er Abraham gerufen hat. Das war ein Mensch. Und mit diesem einen Menschen hat er sich ein Volk gebildet, und er wollte, dass aus diesem Volk der Retter kommt, Jesus. Und durch Jesus sollen alle Völker, alle Menschen gesegnet werden.

 

Das Heil kommt von den Juden.

 

Israel wurde von Gott bevorzugt. Gott wollte irgendwo einen Anfang machen. Das heißt nicht, dass die Menschen dort besser wären. Aber Gott wirkt konkret. An einer Stelle muss er beginnen, und das ist mit Abraham, mit Israel, mit Jesus. Von dort soll sich das Heil in der ganzen Welt ausbreiten, über alle Menschen. In Abraham sollen alle Völker gesegnet werden.

 

Das Heil kommt von den Juden.

 

Bei uns ist es noch genauso. Gott wirkt durch einzelne Personen, die er beruft. Denken wir an die Heiligen. Sie haben einen sehr großen Einfluss auf viele Menschen. Aber auch jeder von uns hat eine Berufung, hat eine Aufgabe. Man muss nicht Staatspräsident sein, um einen großen Einfluss zu haben. Ich bin sicher, dass die Beter sehr viel beeinflussen für die Gesellschaft. Und wir können überall Zeugnis geben. Durch unser Zeugnis beeinflussen wir Menschen, und das zieht wieder Kreise. Manch ein Priester oder Lehrer hatte junge Menschen in seiner Jugendarbeit, die dann später große Verantwortung bekamen in Politik und Gesellschaft, und die so sehr viel Gutes tun konnten. Wir wissen nicht, welche Kreise unser Gebet und Zeugnis ziehen wird. So wirken wir alle am Heil der Menschen mit. Und es ist immer so, dass einer es schon empfangen hat, der es dann an den nächsten weitergibt. Und Israel war eben das erste Volk, dass diesen Segen von Gott empfangen hat.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns erwählt hast, für dich Zeugnis zu geben. Ich danke dir auch für das Volk Israel, mit dem du begonnen hast, das sozusagen unser großer Bruder ist. Hilf uns, unsere Aufgabe gut zu erfüllen. Lass unser Leben einflussreich sein für viele Menschen. Lass uns Segen spenden und ein Segen sein.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:


  1. Jesus, lehre auch mich richtiges beten ( eine liebevolle tiefgehende Anbetung )

    Denn nur wer DICH im "Innersten seines Herzens findet, ist im Genuss Deiner Liebe"
    ( so zumindest sehe ich den Glaubenswandel der heutigen Hl.Edith Stein-Theresia Benedicta vom Kreuz )

    Muttergottes bitte bete mit mir zu Gott unserem Vater, damit ich im Gebet meine Seele weit öffne, und sich das Heilige Angesicht Jesu in meiner Seele spiegeln kann.

    Amen

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