Montag, 17. Juni 2019

Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab. (Mt 5,42)

11 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,38-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. 

Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. 

Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. 

Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. 

Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.  (Mt 5,42)

 

Heute haben wir einen sehr einfachen Vers, der eigentlich keiner Erklärung bedarf. Wir müssen ihn nur wörtlich nehmen. Wir haben meistens Angst, uns zu verlieren oder zu verzetteln, wenn wir das tun. Wir können nicht immer und überall alle Wünsche erfüllen. Bei mir schlägt das deswegen ins Gegenteil. Weil ich das, um was der eine mich bittet, nicht für alle Menschen in einer ähnlichen Situation tun kann, tue ich dann gar nichts. Ich glaube einerseits, dass es gut ist, immer das Ganze im Blick zu behalten, aber das darf einen andererseits nicht daran hindern, im Einzelfall etwas zu tun, auch wenn man es nicht für alle tun könnte.

 

Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

 

Aber wie soll man sich dann entscheiden. Ich muss an einen Priester denken, der in Berlin einen sehr guten Kontakt zu den Obdachlosen hatte. Es konnte vorkommen, dass er einem Bettler sagte: „Nee, ik kann dir nischt jeben, hab vorhin schon deinem Kumpel allet jejeben". (Bitte entschuldigt meinen fehlerhaften Versuch, Berliner Dialekt nachzuempfinden!) Vielleicht ist das der richtige Weg: Großzügig geben, was man geben kann, und danach ist eben Schluss. Dann muss man alles andere in Gottes Hände legen.

 

Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

 

Und wir müssen immer auf den Heiligen Geist hören. Mit seinem Anspruch zwingt uns Jesus, unser Leben in die Hände Gottes zu legen. Mit natürlichen Planungen funktioniert das nicht mehr. Wir müssen darauf vertrauen, dass wenn wir uns Gott hingeben, dass wir dann mehr zu geben haben, als wenn wir selber durch unsere Planung alles im Griff behalten wollen.

 

Gebet:

Jesus, ich will dir vertrauen. Ich will neu damit beginnen, denen zu geben, die mich bitten, auch wenn ich nicht allen das geben kann, was sie gerne hätten. Hilf mir, den richtigen Weg zu finden. Hilf mir, großzügig zu sein und bei allem auf dich zu vertrauen. Heiliger Geist, leite mich dabei und zeige mir, wie ich geben soll.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Gerechtigkeit-Fairness-friedvollen Umgang im Miteinander....wird meiner Meinung nach nicht immer gelebt...und wenn man die sozialen Medien ansieht... kaum noch wertgeschätzt.

    Wenn wir nicht in Gottes Wort bleiben verspielen wir zu leicht den "Wert des Friedens" !
    (Joh.14,27)

    Im Alten Testament steht in Ex.21,24...Auge um Auge -Zahn um Zahn....
    ● genau darum geht es doch;
    dass ich dass nicht tue..was ich mir erhoffe, dass man mir das nicht antut.

    Jesus,lass mich durch DEINEN BESTAND, durch die Fürsprache deiner Mutter Maria und durch meinen Schutzengel in den mir entgegengestellten täglichen Widrigkeiten,  mich "hinein flüchten" in DEIN-WORT und ins Gebet.

    Denn nur durch das Gebet werde ich mit der "Rüstung der Kraft des Glaubens und der Liebe" bekleidet.
    Im Brief an die Epheser 6,11 ff. steht geschrieben:
    11   Legt die komplette Waffenrüstung Gottes an, damit ihr allen hinterhältigen Angriffen des Teufels widerstehen könnt.
    ●  Jesus, ich glaube an DEIN HEILIGES WORT.  Amen

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