Donnerstag, 13. Juni 2019

Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner. (Mt 5,25)

10 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

 

 

EVANGELIUM

Mt 5, 20-26

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

20Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

21Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.

22Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

23Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,

24so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.

25Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.

26Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

 

 

Tagesimpuls:

 

Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner. (Mt 5,25)

 

Wir sollen den ersten Schritt machen und nicht warten, bis der andere einen Schritt macht. Wir sollen auf den anderen zugehen und uns um Versöhnung bemühen. Und Jesus sagt: „Ohne Zögern"! Und wenn uns jemand einfällt, der etwas gegen uns hat, dann sollen wir jetzt sofort auf ihn zugehen und nicht noch länger warten. Wir sind also immer verantwortlich, wir haben nicht das Recht, den anderen zu beschuldigen und ihm die Verantwortung zu geben.

 

Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner.

 

Was ist, wenn der andere sich nicht versöhnen will? Wenn wir selber den ersten Schritt gemacht haben und alles getan haben, was wir können, dann liegt es nicht mehr an uns. Dann sind wir unserer Verantwortung gerecht geworden, dann können wir nur für den anderen beten und alles in Gottes Hände legen. Aber ich habe den Eindruck, dass wir schon genug damit zu tun haben, wenn wir erst einmal das tun, was wir selber tun können. Vielleicht fallen dem ein oder anderen jetzt schon Menschen ein, auf die er noch einmal zugehen müsste.

 

Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner.

 

Versuchen wir, dieses Evangelium heute wörtlich zu nehmen! Zögern wir nicht! Machen wir Schritte zur Versöhnung! Bitten wir den Heiligen Geist, dass er uns die erforderliche Kreativität schenken möge, wie wir auf die Menschen zugehen sollen, mit denen wir uns versöhnen wollen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns so konkret aufforderst, nicht mehr länger zu warten, sondern immer den ersten Schritt zur Versöhnung zu machen. Ich bitte dich für die Menschen, mit denen ich mich versöhnen will, dass ihre Herzen offen sind dafür. Hilf uns Christen, dass wir alle Menschen lieben und immer den ersten Schritt machen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Den Nächsten zu vergeben ....o Herr schwer ist es...und doch so einfach!

    Den "Weg des Vergebens- und Verzeihens" zu beschreiten ist nicht einfach und doch leicht. Leicht ! - nur mit DIR o mein JESUS !!

    Immer wieder darf ich Dir meine Schwäche des "Nichtvergebens" erzählen;
    und sogleich Dir meine Wunden die man mir schlug, hinhalten.

    Immer wieder - immer und immer wieder, bis ich zu verstehen lerne, auf dein Kreuz zu schauen....
    und zu beten....
    Herr vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

    Amen

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