Mittwoch, 5. Juni 2019

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. (Joh 15,14)

Heiliger Bonifatius    Fest

 

EVANGELIUM

Joh 15, 14-16a.18-20

 

In jenen Tagen sprach Jesus zu seinen Jüngern:

14Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

15Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.

16aNicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. 

18Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.

19Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

20Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.  (Joh 15,14)

 

Wir sind Jesu Freunde. Das ist etwas sehr Schönes. Jesus ist eine reale Person in unserem Leben. Er ist immer bei uns. Wir können ihn jederzeit ansprechen. In der Eucharistie, insbesondere auch in der eucharistischen Anbetung, ist er uns besonders nah, dann sind wir mit ihm körperlich im selben Raum. Durch den Heiligen Geist ist er aber auch in unseren Herzen, innerlich, geistig.

 

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

 

Er gibt uns einen Auftrag. Das gehört auch zu der Freundschaft dazu. Auf einen Freund muss man sich verlassen können. Ein Freund trägt Verantwortung. Dadurch, dass wir Verantwortung haben, sind wir auch wichtig. Unser Leben bekommt einen Sinn. Das heißt nicht, dass wir den Sinn unseres Lebens nur durch unser Tun, durch unsere Leistung bestimmen würden. Wir sind auch wichtig für Jesus, wenn wir nichts tun, sogar dann, wenn wir versagen. Aber trotzdem ist es für uns auch wichtig, eine Aufgabe zu haben. Die Freundschaft mit Jesus beinhaltet das. Wir sollen tun, was er uns aufgetragen hat.

 

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

 

Wie kann man erkennen, was er uns aufträgt? Zum einen sind es die göttlichen Gebote, die allen Menschen offenbart sind. Zum anderen gibt es das prophetische Reden Gottes. Wir nennen es Berufung. Gott gibt jedem einen besonderen Ruf. Durch das prophetische Reden Gottes schenkt er jedem einzelnen seine ganz persönliche Berufung. Gott kann auch durch andere prophetische Menschen zu mir sprechen. Manche habe da ein ganz besonderes Charisma. Das Prophetische muss allerdings immer geprüft werden. Man darf solche Worte nicht einfach unkritisch übernehmen. Aber wenn es echt ist, dann kann es sehr richtungweisende Impulse für unser Leben geben. Jesus kümmert sich sehr konkret um uns. Er gibt uns nicht nur die allgemeinen zehn Gebote, er spricht auch direkt in unser Leben hinein. Wie schön sind die Worte von Jesaja: „Jeden Morgen öffnet er mir das Ohr" (Jes 50,4). Ja, jeden Morgen will ich mich öffnen, mich von Jesus öffnen lassen, damit ich sein Wort an mich verstehe, damit ich erkenne, was er mir aufträgt.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass ich dein Freund sein darf. Du willst, dass ich tue, was du mir aufträgst. Dazu muss ich mich manchmal überwinden, meine Bequemlichkeit und meine Komfort-Zone verlassen. Jesus, hilf mir, gib mir die Kraft, dass ich deinem Auftrag folge. Und lass mich immer mit dir verbunden bleiben, lass mich immer in dieser persönlichen Beziehung zu dir leben.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


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