Dienstag, 25. Juni 2019

Geht durch das enge Tor! (Mt 7,13)

12 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 7,6.12-14

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen. 

Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. 

Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. 

Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.

 

 

Tagesimpuls:

 

Geht durch das enge Tor!  (Mt 7,13)

 

Wer mit Jesus unterwegs ist, merkt bald, wie wahr dieser Satz ist. Wer noch keine persönliche Beziehung zu Jesus hat, mag anders denken. Je oberflächlicher der christliche Glaube wird, umso eher sind die Menschen geneigt, das Böse gut zu nennen. Man will sich nicht eingestehen, dass man auf dem falschen Weg ist, und man sagt sich: Alles ist gut, ich komme später in den Himmel. In Wirklichkeit ist man auf dem breiten Weg des Verderbens.

 

Geht durch das enge Tor!

 

Wer eine persönliche Beziehung zu Jesus hat, der erkennt: Du kannst deine Schuld nie bezahlen, aber Jesus vergibt sie dir. Das ist der Anfang. Aber immer noch zerren die negativen Kräfte an einem. Man muss den schmalen Weg der Befreiung suchen. Den finden oft auch die Christen nicht. Sie haben zwar Jesus ihr Leben übergeben, aber trotzdem wirkt das Böse noch stark in ihnen. Jesus verzeiht, wenn sie immer wieder bereuen und beichten, aber ob man das schon so richtig „leben" nennen kann?

 

Geht durch das enge Tor!

 

Wir wollen den schmalen Weg zum Leben finden, nicht erst nach dem Tod. Wer ehrlich mit Gott und mit sich selbst ist, muss zugeben, dass der Weg wirklich schmal ist. Wie viel hängt noch an mir, was nicht dem Leben in Jesus entspricht? Wir brauchen wirklich Befreiung von den Mächten, die uns herunterziehen, obwohl wir es eigentlich nicht wollen, so wie Paulus das in Römer 7 beschreibt. In Römer 8 schreibt er dann, dass der Heilige Geist unseren sterblichen Leib lebendig machen kann. Im Heiligen Geist finden wir Befreiung zum Leben in Christus. Viel Gebet ist notwendig, auch Widersagen und Autorität nehmen über das Böse. Es ist gut, wenn man einen Wegbegleiter hat, der einem hilft, die nächsten Schritte zu erkennen. Ich will nicht sagen, dass das Ganze jetzt nur noch eine mühsame Anstrengung ist. Der Heilige Geist schenkt Leichtigkeit und Schwung. Aber es geht auch nicht mit Links. Man muss schon nach dem schmalen Weg suchen und sich wirklich bemühen.

 

Gebet:

Jesus, ich verstehe, was du sagst. Es mag sein, dass du alle, die hier vieles vom wahren Leben verpassen, trotzdem noch retten kannst und wirst. Ich hoffe darauf. Aber ich will wirklich nicht den breiten Weg gehen. Ich will schon jetzt den Weg des Lebens finden. Ich danke dir, dass du hilfst, dass es durch den Heiligen Geist dann auch wieder leichter wird, ihn zu finden und zu gehen. Du siehst auch, wie viele Dinge mich noch nach unten ziehen, wo ich Befreiung brauche. Und ich danke dir, dass du mich Schritt für Schritt auf diesem Weg führst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen