Samstag, 7. Juli 2018

Woher hat er das alles? (Mk 6,2)

 14 Sonntag im Jahreskreis  

 

EVANGELIUM 

Mk 6, 1b-6

 

1bJesus kam in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn.

2Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen!

3Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.

4Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.

5Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie.

6Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte.

 

 

Tagesimpuls:

 

Woher hat er das alles?  (Mk 6,2)

 

Die Verwandten und die Menschen aus der Heimat beurteilen uns eher aus der natürlichen Sicht. Wir haben gelernt von unseren Eltern, in Schule und Ausbildung. Wir haben gelernt durch die Kultur in unserer Gesellschaft, was man macht, wie man Dinge tut, was richtig und falsch ist. Aber zusätzlich zu all dem gibt es noch das Übernatürliche, es gibt göttliche Eingebungen, Gott selber erleuchtet uns, lehrt uns, bildet uns aus und befähigt uns. Diese göttliche Weisheit war für die Menschen aus dem Heimatdorf Jesu erstaunlich. Sie taten sich schwer damit, anzuerkennen, dass das von Gott stammte.

 

Woher hat er das alles?

 

In unserem Leben gibt es auch Natürliches und Übernatürliches. Wir haben auch göttliche Eingebungen, auch unser Verstand wird erleuchtet vom Heiligen Geist. Es wäre schön, wenn wir auch andere zum Staunen bringen könnten, weil sie in uns etwas sehen, was sie menschlich nicht erklären können. Unser Leben wird erfüllt vom Übernatürlichen, und das ist für Menschen, die das selber nicht haben, rätselhaft. Wer es aber kennt, der erkennt es auch gleich beim anderen.

 

Woher hat er das alles?

 

Das Übernatürliche sollte mit dem Natürlichen in uns eine organische Verbindung eingehen. Es sollte nicht komisch wirken, nicht aufgesetzt, sondern in gewissem Sinne ganz „natürlich". Wir können das schön bei Maria sehen. Sie war ganz vom Übernatürlichen geprägt und durchdrungen, und dabei war sie ganz „normal", nicht irgendwie abstoßend oder abschreckend. Das Übernatürliche macht uns nicht zu komischen Typen. Wohl aber macht es uns zu ganz besonderen Menschen, zu Menschen, die die anderen zum Staunen bringen. Und so sollen die andern auch beginnen, nach dem Übernatürlichen zu suchen und zu fragen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für alle göttlichen Eingebungen, für alle Erleuchtungen, die du uns Menschen und mir schenkst. Lass mein Leben ein Zeichen sein für deine Liebe, so dass die anderen auch fragen: Woher hat er das alles? Hilf mir, dich zu bezeugen! Und hilf den Menschen, dass sie nicht nur beim Sich-Wundern stehen bleiben, sondern dass sie bereit sind, sich näher auf dich einzulassen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

1 Kommentar:

  1. "Woher hat ER das alles" - so fragten die Menschen damals...

    Herr Jesus, würde man so heute über mich als Christ reden... so müsste ich antworten: " von Gottes Wort - aus der Hl. Schrift/Bibel"

    Daher bitte und bete ich...Herr Jesus "stärke meinen Glauben" damit ich DICH auf EWIG in Ehrfurcht halte, und DIR treu bleibe. Denn ich bin auf deinen Namen getauft durch die Kraft des Hl. Geistes ... ich bin ein Christ. Amen

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