Donnerstag, 5. Juli 2018

Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat. (Mt 9,8)

13 Woche im Jahreskreis      Donnerstag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,1-8.

In jener Zeit stieg Jesus in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt. 

Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! 

Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott. 

Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? 

Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 

Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! 

Und der Mann stand auf und ging heim. 

Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

 

 

Tagesimpuls:

 

Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.  (Mt 9,8)

 

Es ist interessant, dass hier nicht steht: „der dem Menschensohn solche Vollmacht gegeben hat." Es heißt wirklich: „der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat." Gott hat uns alles in die Hände gelegt. Ich denke, dass uns dies nicht immer bewusst ist. Wir haben die Vollmacht, zu heilen und zu vergeben. Aber wir sind wie Elefanten, die nicht wissen, wie stark sie wirklich sind. Wir beten z.B. um Heilung, aber wir denken, wir hätten mit unserem Gebet nichts erreicht. Jesus dagegen sagt: „Glaubt, dass ihr es schon empfangen habt!" (Mk 11,24) Wenn wir aber nicht glauben, dass unsere Gebete etwas bewirken, dann bewirken sie auch nichts, oder zumindest nicht so viel. Wir müssen daran glauben, dass Gott uns eine riesengroße Vollmacht in die Hände gelegt hat, mit der wir sehr viel erreichen können. Und wir müssen immer daran glauben, dass Gott „unverzüglich" (Lk 18,8) unsere Gebete erhört, auch wenn wir es noch nicht sehen.

 

Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

 

Es gibt fast immer eine Zwischenzeit zwischen der Erhörung und der Sichtbarwerdung der Erhörung. In dieser Zwischenzeit dürfen wir den Glauben nicht verlieren, nicht aufgeben. Das ist die Zeit, in der Gott unseren Glauben prüft. Der Teufel versucht alles, um uns in dieser Zeit zu entmutigen. Oft verschlimmert sich das Problem sogar noch in dieser Zwischenzeit. Aber dann gilt es, festzuhalten am Glauben. Das heutige Wort kann unseren Glauben stärken. Wir haben die Vollmacht von Gott. Gott hat nicht nur dem Menschensohn, sondern uns Menschen diese Vollmacht gegeben.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für die Vollmacht, die du uns glaubenden Menschen gegeben hast. Ich ertappe mich dabei, dass ich mich schon viel zu oft habe entmutigen lassen. Mein Glaube muss unbedingt noch wachsen. Danke für dein Wort, dass meinen Glauben stärkt. Lass mich heute mit Vollmacht beten, so dass ich bei all meinen Gebeten fest überzeugt bin von der Vollmacht, die du mir schenkst. Und hilf mir, in den Durststrecken nicht zu zweifeln!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

Kommentare:

  1. Jesus, manchmal bin ich wie ein "Gelähmter"! Lass mich erkennen das ich die "Vollmacht habe meine Sünden zu bekennen" - damit DEINE HEILUNG in mir zu wirken beginnt. Amen
    Jesus ich vertraue auf dich.

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  2. Gott, DU der EWIGE! Das Evangelium schließt mit den Worten "...den Menschen solche Vollmacht gegeben hat."

    In dieser Vollmacht verborgen ist
    "DEIN WORT"

    Jesus, bitte lass mich heute "DEIN WORT" in Wahrheit und Treue betend zu meinen Mitmenschen sprechen. Amen

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