Samstag, 8. Februar 2020

Ihr seid das Salz der Erde. (Mt 5,13)

05 Sonntag im Jahreskreis  

 

EVANGELIUM

Mt 5, 13-16

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

13Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.

14Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

15Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.

16So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ihr seid das Salz der Erde. (Mt 5,13)

 

Das Salz im Essen ist nur ein sehr kleiner Teil des Ganzen. Aber es hat eine große Bedeutung. Ohne das Salz schmeckt das Essen nicht. Das Salz wird also unbedingt gebraucht, auch wenn es nur eine kleine Menge in dem Ganzen ist. Dabei unterscheidet sich das Salz auch sehr stark vom übrigen Essen. Es ist anders also die große Menge. Wenn sich das Salz der Menge anpassen würde, dann würde es seine entscheidende Bedeutung verlieren. Das Salz  muss Salz sein und nichts anderes.

 

Ihr seid das Salz der Erde.

 

Wir Christen sind also dieses Salz. Wir sind ein kleiner Teil der Gesellschaft. Wir sind anders als die anderen und sollen anders sein. Wir sind sogar Salz für die Kirche. Auch in der Kirche sind wir noch einmal anders als die große Menge. Aber wir müssen so sein und nicht anders. Wir müssen genau so unseren Beitrag in die Kirche und in die Gesellschaft einbringen. Ich wage zu behaupten, dass jeder Christ, wenn er wirklich lebendig ist, eine Art Außenseiter in der Gesellschaft und in der Kirche ist. Wenn wir als Christen unsere Aufgabe wirklich erfüllen, dann sind wir Salz, dann sind wir anders als die meisten, dann sind wir ein kleiner Teil in einer großen Menge.

 

Ihr seid das Salz der Erde.

 

Wir dürfen nicht unterschätzen, dass wir genau so unsere Aufgabe erfüllen! Durch die Fürbitte, durch unser Zeugnis und unsere Inspiration, auch wenn wir scheinbar nicht gehört werden. Wir bewirken sehr viel durch unser Dasein und Beten. Aber wir dürfen uns nicht immer beklagen, dass die anderen anders sind. Wir können und sollen zu unserer Rolle stehen. Wir sind Salz. Es ist normal, dass wir anders sind als die meisten. Das gehört dazu, es darf gar nicht anders sein. Wenn wir versuchen, normal zu sein, oder „anschlussfähig an die Gesellschaft", wie man heute so schön sagt, dann sind wir nicht mehr Salz, dann würden wir mit dem Strom schwimmen. Aber das ist nicht unsere Aufgabe! Dazu hat Gott uns nicht berufen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für meine Berufung, Salz zu sein in der Kirche und in der Gesellschaft. Hilf mir, dass ich nicht so sehr darunter leide, anders zu sein als die anderen. Hilf mir, meiner Berufung treu zu leben, ohne auf die anderen zu schimpfen oder über sie zu klagen. Ich will dein Salz sein und für die Kirche und für die Welt leben.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. SALZ, allein der Gedanke schon lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
    LICHT, hier stelle ich mir ein natürliche brennende Kerze vor, und wie ich meine Hände darüber halte, die dann gewärmt werden.
    Beides ...Salz und Licht kann ich mir wirklich vorstellen, da ich Salz und Licht im Laufe meines irdenen Lebens kennen lernen konnte. ( was und wozu man es verwendet )

    Und ich frage mich;
    wie ist es mit DIR, JESUS ?

    Jesus, kenne ich dich, ( läuft mir das Wasser im Mund zusammen ), und schlägt mein Herz bis zum Hals, wenn ich DICH in der Hl.Euchauristie sehe.? Oder regt sich garnichts in mir, - ist alles wie sonst, also nichts besonderes.?

    Hl.Geist, lass mich für Jesus ein kleines Salzkorn sein, und erbitte mir die Gnade der Erkenntnis, damit ich Jesus besser lieben lernen kann.

    Amen

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