Mittwoch, 26. Dezember 2018

Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. (Mt 10,20)

ZWEITER WEIHNACHTSTAG          HEILIGER STEFANUS

 

EVANGELIUM

Mt 10, 17-22

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

17Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen.

18Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt.

19Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt.

20Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.

21Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken.

22Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

 

 

Tagesimpuls:

 

Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. (Mt 10,20)

 

Am zweiten Weihnachtstag, am Fest des heiligen Märtyrers Stephanus, werden wir aufgefordert, Zeugnis zu geben von unserem Glauben an Jesus, auch wenn die Menschen uns dann hassen. Wir sollen reden, und der Geist Gottes wird dann durch uns reden. Der Geist Gottes kann aber nur durch uns reden, wenn wir die Lippen und den Mund bewegen. Ohne unser Mitwirken, unsere Bereitschaft, kann der Geist Gottes nicht durch uns reden.

 

Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.

 

Jesus verschweigt nicht, dass die anderen uns hassen werden. Wer echt auf dem Weg mit Jesus ist, hat das schon erlebt. Mindestens wird man verspottet, aber öfter auch wirklich angegriffen. Oder es werden unsere Überzeugungen angegriffen, Menschen wollen uns zwingen, etwas zu tun, was mit unserem Glauben unvereinbar ist. Sie wollen nicht akzeptieren, dass wir eine andere Einstellung haben und deshalb Nein sagen müssen zu dem, was sie von uns wollen.

 

Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.

 

Wir müssen standhaft unseren Glauben vertreten, das sind wir unseren Mitmenschen und Gott schuldig. Die Menschen, die nicht im Glauben an Jesus gefestigt sind, werden sehr leicht zum Spielball des Teufels. Sie merken das selber gar nicht, es ist ihnen nicht bewusst. Wir dürfen es ihnen nicht übelnehmen. In Wirklichkeit ist es der Teufel, der uns durch diese Menschen angreifen und Angst machen will. Er will uns von unserem Weg abbringen. Aber lassen wir uns nicht beirren! Jesus will durch uns seine Frohe Botschaft verkünden. Wir verkünden sie durch unser Leben, dadurch, dass wir zu unseren Überzeugungen stehen, und durch unsere Worte.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns gerufen hast, dich kennenzulernen und von dir Zeugnis zu geben. Die Welt versteht uns oft nicht, und viele Menschen verspotten uns und greifen uns an. Hilf mir, das nie persönlich zu nehmen, sondern immer zu erkennen, was dahintersteckt. Und hilf mir, dass ich mich nicht von meinem Weg mit dir abbringen lasse. Lass die Menschen gerade durch meine Treue erkennen, wie wichtig du mir bist, und dass sie dadurch angesprochen und zum Nachdenken gebracht werden.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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