Samstag, 1. Dezember 2018

Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt. (Lk 21,36)

01 Woche im Advent            Sonntag        

 

EVANGELIUM                                                                                     Lk 21, 25-28.34-36

 

25Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.

26Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

27Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.

28Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.

34Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht,

35(so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.

36Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.  (Lk 21,36)

 

Es werden Kriege und Katastrohen kommen, so sagt es Jesus voraus. Aber wir können dem entrinnen, wenn wir wachen und beten, und wenn wir uns nicht verwirren lassen durch Rausch, Trunkenheit und die Sorgen des Alltags. Mit anderen Worten: Wir sollen beten und uns nicht davon ablenken lassen. Dass Rausch und Trunkenheit, ich würde noch gern ergänzen, der ganze Hedonismus unserer Tage, dieses Suchen und Streben nach Glück, nach Unterhaltung, nach Spaß, dass all das Ablenkungen sind, ist unumstritten. Wer nur sein eigenes vergnügen sucht und Gott nicht ernst nimmt, der handelt egoistisch. Aber die Sorgen des Alltags! Auch das sind Ablenkungen von Gott. Im Gleichnis vom Sämann werden die Sorgen mit den Dornen beschrieben, die das Wachsen der guten Saat ersticken.

 

Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

 

Das Wort „sorgen" ist im Deutschen mehrdeutig. Ich kann z.B. sagen: „Ich sorge für meine Familie", oder: „Ich sorge für Nachschub". In diesem Sinne ist sorgen etwas Gutes. Aber wir kennen auch die negative Bedeutung. „Ich mache mir Sorgen". Dann steht das Sorgen im Gegensatz zum Gottvertrauen, und die grübelnden Gedanken lenken mich von Gebet ab, was ich eigentlich tun sollte. Statt mir Sorgen zu machen sollte ich beten, dann würde in mir das Gottvertrauen wachsen, und Gott könnte mir helfen.

 

Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

 

Das Wichtigste, was Jesus uns ans Herz legt, ist, dass wir wachen und beten, und zwar allezeit. Immer wieder vor Jesus hintreten! Ich stelle mir ein Meer bei Windstärke 12 vor. Wenn man nur wenige Meter unter Wasser taucht, ist das Meer völlig ruhig. Und so sollen wir vor Jesus hintreten. Sozusagen abtauchen von den Katastrohen der Welt und im Gebet seinen Frieden suchen. Das ist kein Fliehen, denn wir leben ja in der Welt. Aber in unserem Herzen und in unseren Gedanken sind wir in ihm verwurzelt. Wie viel unnötiges Denken und Grübeln gibt es bei mir den ganzen Tag? Könnte ich das nicht durch mehr Gebet ersetzen? Jesus sagt ja „allezeit". Möge der Heilige Geist mir heute dabei helfen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir all den Nöten entrinnen können, wenn wir allezeit wachen und beten. Hilf mir, dass ich weniger denke und grüble und mehr bete. Hilf mir, dieses „Allezeit" zu erreichen, dass ich wirklich alle Gedanken in Gottvertrauen und Dank umwandeln kann. Dann werde ich dein Zeuge sein, der deinen Frieden ausstrahlt.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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