Sonntag, 9. Dezember 2018

Bereitet dem Herrn den Weg! (Lk 3,4)

02 Adventssonntag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 3,1-6

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; 

Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. 

Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. 

So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! 

Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. 

Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

 

 

Tagesimpuls:

 

Bereitet dem Herrn den Weg!   (Lk 3,4)

 

Wir sollen dem Herrn dem Weg bereiten. Alles, was wir tun, soll dazu dienen, dass der Herr stärker wirken kann. Das heißt, wir sehnen uns nach dem Übernatürlichen, nach dem göttlichen Wirken. Wenn unser christliches Handeln nur menschliches Tun wäre, nur Orientierung an christlichen Werten ohne das Übernatürliche, dann wäre uns das zu wenig. Abgesehen davon wissen wir ja, dass auch das menschliche Tun, also der ganze Bereich der Moral, nur dann richtig möglich ist, wenn Gott uns hilft. Allein die moralische Erkenntnis hat niemand, dem Gott das nicht schenkt. Um bestimmte Dinge zu erkennen, brauchen wir seine Gnade.

 

Bereitet dem Herrn den Weg! 

 

Deswegen bete ich oft um das übernatürliche Wirken Gottes. Er soll Dinge geschehen lassen, am liebsten ganz ohne mein Wissen und ohne meine Mitwirkung. Wie großartig wäre es, wenn z.B. irgendwo in einem Nachbarort ein Jugendgebetskreis entstehen würde, oder in einer Schule eine Schülerbibelgruppe! Ich würde dann Gott danken und wissen, dass er unsere Gebete um Neuaufbruch in unserer Region erhört hat. Wir müssen nicht überall mitwirken. Am besten ist es, wenn Gott selber es wirkt.

 

Bereitet dem Herrn den Weg! 

 

Wir müssen das Übernatürliche aber auch „kultivieren". Kultur ist ein Modewort geworden. Wir brauchen eine „Kultur des Übernatürlichen". Das heißt, wir müssen oft darüber reden, z.B. dass Gott Wunder wirkt, dass Gott heilt, oder über das Prophetische, dass Gott auch im Heute spricht. Es muss in unseren Gemeinden und Gemeinschaften immer normaler sein, dass wir darüber reden, wie Gott übernatürlich handelt, dass eben viele unerklärliche Dinge geschehen können durch sein Wirken. Wir wollen, dass die Menschen eine direkte Erfahrung mit Gott bekommen. Z.B. geht jemand gestresst in eine Kirche und wird tief von der Gegenwart Gottes erfüllt. So etwas ist Übernatürlich. Das macht Gott.

 

Bereitet dem Herrn den Weg! 

 

Was können wir konkret tun? Da wir uns ja nach dem Übernatürlichen sehnen, ist selbstverständlich, dass wir das nicht machen können. Der Herr soll es ja tun. Aber wie können wir den Weg bereiten? Wir können darüber reden. Wir können es im Glauben erwarten, also ist unser eigener Glaube sehr wichtig. Wir können beten dafür, und auch mit Menschen beten. Wir können uns öffnen für eine Atmosphäre des Übernatürlichen, wenn wir beten, in unseren Gottesdiensten, in der Art, wie wir beten und singen. Man kann ein Gebet absolvieren, ohne, dass man ein besonderes Handeln Gottes erwartet. Oder man kann es im Glauben beten, in der Gewissheit: Gott wirkt jetzt. Das muss man nicht immer spüren, Hauptsache ist, dass wir daran glauben.

 

Gebet:

O Jesus, wie gern will ich dir den Weg bereiten. Wie sehr wünsche ich mir, dass du wirkst in den Menschen und in der Welt. Zeige mir, was ich machen kann, damit ich dir gut den Weg bereite. Schenke uns in unseren Gemeinden diese besondere übernatürliche Atmosphäre, so wie z.B. an den Wallfahrtsorten, wo man sofort deine Gegenwart spürt, wo das Gebet leichtfällt. Lass diese göttliche Atmosphäre auch bei uns, in unseren Kirchen und Gemeinschaften spürbar werden, dass unsere Kirchen wie Magnete werden, die die Menschen anziehen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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