Dienstag, 19. September 2017

Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. (Lk 7,16)

24 Woche im Jahreskreis – Dienstag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 7,11-17.

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm.
Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.
Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht!
Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!
Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.
Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.
Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

 

Tagesimpuls:

 

Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.  (Lk 7,16)

 

Die Menschen verstehen das Zeichen, das Jesus gewirkt hat. Sie erkennen, Jesus ist ein großer Prophet, also ein Mann Gottes. Sie verstehen noch nicht alles, aber das geht uns allen ja genauso. Wer Jesus wirklich ist, das verstehen wir in seiner ganzen Tiefe erst nach und nach. Aber das, was sie verstehen, ist auf jeden Fall richtig, weist in die richtige Richtung.

 

Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.

 

Außerdem erkennen sie die Liebe Gottes. Gott hat sich seines Volkes angenommen. Gott hilft uns. Er tut etwas für uns, er lässt uns nicht im Stich. Genau das will Jesus vermitteln, genau das sollen die Menschen verstehen. Jesus hat mit diesem Zeichen die Menschen also erfolgreich angesprochen.

 

Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.

 

Ich kenne einen Priester aus Afrika, der sehr glaubwürdig erzählt, dass seine Mutter mehr als 24 Stunden an seinem Bett gebetet hat, nachdem er als Kind gestorben war. Sein Vater war schon zurück ins Dorf, um die Beerdigung vorzubereiten. Aber dann schenkte Gott ihm das Leben zurück. Ansonsten habe ich aus in Berichten z.B. aus dem Internet gehört, dass es so etwas auch heute noch geben soll. Ich habe es bisher nur gehört von Afrika. Ich wünsche mir solche Zeichen auch für uns in Deutschland. Vielleicht würden manche Menschen das auch richtig verstehen, würden erkennen, dass Jesus die Wahrheit ist, würden erkennen, dass Gott real existiert und sich auch heute seines Volkes annimmt.

 

Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.

 

Brauchen wir Wunder, um zu Glauben? So darf man meines Erachtens die Frage nicht stellen. Ich sage es so: Ich sehne mich nach der lebendigen Gotteserfahrung für viele Menschen. Das Erleben von Wundern gehört nach biblischem Vorbild zu einer lebendigen Gotteserfahrung dazu, es ist ein integraler Bestandteil davon. Ich sehne mich nach allem, was hilft, dass viele Menschen einen Weg zu Gott finden. Wunder zeigen: Gott ist nah, er ist lebendig, er wirkt auch heute. Ich sehne mich danach, dass Menschen in Gott nicht nur ein höheres Wesen sehen, das mit ihrem Leben nichts zu tun hat, sondern dass sie eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus bekommen. Wenn Wunder dazu beitragen, und das tun sie, dann wünsche ich mir tatsächlich, dass auch bei uns mehr Wunder geschehen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für dieses Wunder, das in der Bibel aufgeschrieben ist. Ich danke dir auch für das Zeugnis des afrikanischen Priesters, das ich ihm glauben kann. Ich danke dir auch für andere Zeugnisse, die ich nur vom Hörensagen kenne, die ich nicht überprüfen kann, aber die ich trotzdem glaube. Denn ich glaube dir, dass du ein allmächtiger Gott bist, der alles bewirken kann. Jesus, ich glaube, dass es dir gefällt, wenn wir uns sehnen nach einer stärkeren Evangelisierung auch hier in unserem Land. Und wenn es dazu beiträgt, dass Menschen dich erkennen, dann bitte ich dich, dass du auch bei uns Zeichen und Wunder geschehen lässt. Ich bin sicher, dass du dich freust, wenn wir für eine kraftvolle Evangelisierung beten, und dass du uns auf diesem Weg weiter führen willst. Daher hoffe ich, in deinem Sinne zu beten, wenn ich dich bitte, dass auch in unserer Erfahrungswelt immer mehr Zeichen und Wunder geschehen, damit die Menschen dich erkennen und sehen, dass Gott sich seines Volkes annimmt.

 

 

Pastor Roland Bohnen

 

 

 

 

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