Freitag, 29. Januar 2021

Dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie. (Mk 4,27)

03 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 4,26-34

In jener Zeit sprach Jesus: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; 

dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie. 

Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. 

Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. 

Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? 

Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. 

Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. 

Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. 

Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

 

 

Tagesimpuls:

 

Dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.  (Mk 4,27)

 

Es gibt eine schöne Arbeitsteilung zwischen Gott und uns. Wir säen, und er lässt es wachsen. Wir wissen nicht, wie er das macht. Wir müssen richtig säen. Wenn wir das beachten, dann hilft es uns, uns auf unsere Aufgabe zu konzentrieren. Wir sind nicht dafür verantwortlich, was bei den anderen geschieht. Wir sind dafür verantwortlich, dass wir die Samen gut aussäen. Wenn wir das gemacht haben, können wir uns danach hinlegen und ausruhen, wie der Bauer es gemacht hat. Im Psalm heißt es ja sogar einmal: „Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf." Ja, genau dann, wenn wir schlafen, lässt Gott unseren Samen aufgehen.

 

Dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.

 

Es ist keine Aufforderung zur Untätigkeit. Wir müssen unsere Samen auswerfen. D.h. wir müssen Zeugnis geben von Jesus, oder wem es gegeben ist, der soll Projekte der Glaubensverkündigung beginnen, z.B. in der Kinder- und Jugendarbeit. Das ist unsere Aussaat. Wenn wir das gemacht haben, dann brauchen wir einen langen Atem, und wir können uns ausruhen. Dann übernimmt Gott, und am besten lassen wir ihn machen. Der Bauer hat keine schlaflosen Nächte wegen seiner Aussaat. Er vertraut auf Gott. Der Schlaf ist auch ein Zeichen für das Gottvertrauen, so wie Jesus beim Sturm im Boot geschlafen hat.

 

Dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.

 

Ich freue mich, dass Jesus in diesem Gleichnis dem Schlaf so eine positive Bedeutung gibt. Das ist ein gutes Gegengewicht gegen einen Leistungsdruck, den ich immer wieder in mir verspüre. Jesus sagt: Ich darf mich ausruhen, wenn ich meine Arbeit getan habe. Jesus drängt mich nicht dazu Unmögliches und Übermenschliches zu tun. Er leitet mich dazu an, dass ich meinen Beitrag leiste, nämlich das Säen. Und darauf soll ich mich konzentrieren, und das ist keine Überforderung.

 

Gebet:

Jesus, ich will gerne für dich säen. Bitte zeige mir, wo ich meine Grenzen überschreite und Dinge beeinflussen will, für die ich nicht verantwortlich bin. Hilf mir, dass ich nicht manipuliere, sondern loslasse, weil ich dir vertraue. Danke, dass du mich nicht überforderst, sondern dass ich eine Aufgabe habe, die ich leisten kann.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


2 Kommentare:

  1. Jesus, in den Texten am heutigen Tag wird mir deutlich, das viel Ausdauer benötigt wird, um den Willen Gottes zu erfüllen.
    Gottes Reich hat in dir, Jesus Christus, bei uns begonnen. Wir vertrauen auf dein Wachstum auch in unserem Leben.
    “ Menschen brauchen Geschichten, und es ist wichtig, dass es gute Geschichten sind, genau so wie es wichtig ist, gute Nahrung zu haben“. ( Florian Gallenberger)
    Jesus Christus, dir kann ich mein Unvermögen hinhalten und darum bitten, segne die kleinen Anfänge und guten Absichten in meinem Leben. Segne das Bemühen das Wachstum im Guten. Hilf uns, damit das Wenige, was uns einleuchtet, tatsächlich ein Licht auf den Weg wirft, den wir miteinander gehen. Amen!

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  2. Jesus, ich danke DIR  für dieses Gleichnis.
    Du mein Schutzengel (NN) ich bitte dich, lass mich im Herzen immer gemeinsam mit dir aufblicken zum Ewigen Licht des dreifaltigen Gottes, denn nur so kann ich vor Gott bestmöglichst zu  einer guten Saat werden.
    Herr mein Gott,  tu mit mir  was DU willst. Amen
    Jesus ich liebe dich

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