Mittwoch, 27. Januar 2021

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. (Mk 4,8)

03 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 4,1-20

In jener Zeit lehrte Jesus wiederum einmal am Ufer des Sees, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. 

Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: 

Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. 

Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. 

Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; 

als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. 

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht. 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. 

Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! 

Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. 

Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; 

denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird. 

Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? 

Der Sämann sät das Wort. 

Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. 

Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; 

aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. 

Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar, 

aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es, und es bringt keine Frucht. 

Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.  (Mk 4,8)

 

Wir sollen das Wort Gottes aussähen. Wie geschieht das? Indem wir über Jesus reden. Jemand sagte einmal: „Der Geist betritt den Raum durch das Wort." Wir müssen wenigstens ab und zu mal was sagen. Jedes gute Wort ist gut und wichtig, aber wir müssen auch Jesus ausdrücklich die Chance geben, in unseren Lebensraum einzutreten, damit er wirken kann. Gerade heute, wo Jesus so sehr verdrängt wird, ist es wichtig, ihm Raum zu geben, indem wir ihn in unseren Worten erwähnen.

 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

 

Wir brauchen keine 100%ige Erfolgsquote. Die gibt es nicht. Wir Menschen sind unvollkommene Wesen. Gott kann auch aus Bruchstücken etwas machen. Jesus sagt uns sehr realistisch, dass vieles von dem Guten, was wir sagen, keine Frucht bringen wird. Das darf uns nicht entmutigen, denn das ist normal. Und wir wissen nicht im Voraus, welche unserer Worte Frucht bringen werden. Daher müssen wir sie sprechen, ohne im Voraus den Erfolg einschätzen zu können.

 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

 

Wenn aber mal ein Wort auf fruchtbaren Boden gefallen ist, dann bringt es gleich vielfache Frucht. Damit ist alles kompensiert, wo es zuvor keine Frucht gebracht hatte. Die vielen Misserfolge sind es also wert, wenn man bedenkt, wie viel Frucht das Wort Gottes dann in einem Menschen bringt, der es in sein Herz aufgenommen hat.

 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

 

Jesus macht uns also Mut, nicht zu schweigen, und uns vom Misserfolg nicht entmutigen zu lassen. Nur durch unsere Worte kann er den Raum betreten, bekommt er eine Chance zum Wirken.

 

Gebet:

Jesus, ich will dein Wort verkünden. Manchmal ist es leicht, manchmal ist es ungewohnt und erscheint unpassend. Hilf mir, unter der Leitung des Heiligen Geistes in richtiger Weise die Gelegenheiten zu nutzen, um für dich zu sprechen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, beim lesen der heutigen Lesungstexte, im Hebräerbrief und im Markusevangelium, kommen mir die Schlagworte " Zeit-Geduld und Treue" in den Sinn.
    Jesus, im Hebräerbrief heißt es,  - dass die Priester Tag um Tag ein Opfer bringen...

    Wie verhält es sich denn bei mir...bin ich bereit Tag um Tag ein Opfer zu bringen?
    Bin ich bereit Tag um Tag ( wenn möglich ) die Hl.Messe zu besuchen? - oder jetzt in dieser Pandemie, eine Hl.Messe am  TV, - oder auf YouTube/ live und ganz bewusst mitzufeiern?
    Bin ich bereit wie der Bauer, täglich auf mein Feld zu gehen um es zu bearbeiten?
    Jesus, DU sagst mir;  schau auf den Priester,...
    so wie der Priester  geduldig auf zunehmende Zahl der Gläubigen wartet...so muss du mein Kind,  treu die Hl.Messe besuchen, den Ort wo das "Opfer des Herrn Jesus" gefeiert wird.

    Jesus manchmal jedoch denke ich, "ob mein Gebet auch fruchtet...  gerade dann wenn ich in besonderen Anliegen bete.
    Doch genau dann bittest DU Jesus,  mich um eine Zeit der Geduld und Treue.
    Denn auch der Sämann muss nach getaner Arbeit- Zeit und Geduld mitbringen!

    Hl.Angela Merici und Hl.Schutzengel,  bittet für mich,  dass ich mich bemühe immer wieder nur "das beste Saatgut-Gottes" auszusäen, was ich bekommen kann - damit die "Gottesliebe" den Rest machen kann.
    - so wie meine Mutter sagt;
      hab Gottvertrauen!  Amen 

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