Samstag, 2. Januar 2021

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden. (Joh 1,12)

Weihnachtszeit 02 Sonntag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 1,1-18

 

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 

Im Anfang war es bei Gott. 

Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. 

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 

Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. 

Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. 

Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. 

Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. 

Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. 

Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. 

Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. 

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, 

die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. 

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. 

Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. 

Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. 

Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. 

Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

 

 

Tagesimpuls:

 

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden. (Joh 1,12)

 

Wenn man Jesus aufnimmt und damit Kind Gottes wird, ist das mit einer Macht verbunden. Eigentlich passt das nicht zusammen, denn Kinder haben normalerweise keine Macht. Kinder haben nur wenig eigene Kraft. Aber Kinder können stark sein durch ihre Eltern. Die Eltern haben Macht und Kraft und können sich für ihre Kinder einsetzen. Und die Kinder Gottes haben teil an der Macht Gottes, sie können in Vollmacht beten und handeln.

 

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.

 

Aber was ist das für eine Macht? Es ist nicht die Macht, nach der in der Welt gestrebt wird, es ist keine Macht über andere Menschen, auch keine Macht, die Geschicke der Welt im eigenen Sinne lenken zu können. Es ist nicht die Macht, die Menschen oder Dinge manipulieren will. Es ist vielmehr die Macht über die Sünde, die Macht über uns selbst, die Macht, uns loszureißen von der Sklaverei der Sünde. Im Johannesevangelium stellt Jesus die Kinder Gottes den Kindern des Teufels gegenüber (Joh 8,44). Wenn wir nicht Kinder Gottes sind, dann werden wir vom Teufel regiert, dem Vater der Sünde.

 

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.

 

Wichtig ist, dass wir an unsere Vollmacht glauben. Der Teufel will, dass wir immer noch glauben, wir seien ohnmächtig. Er will nicht, dass wir erkennen, welche Vollmacht mit unserer Gotteskindschaft verbunden ist. Solange wir nicht wissen, wie stark wir sind, wenden wir unsere Stärke nicht an, uns von ihm und von den Sünden loszureißen. Aber wir glauben der Verkündigung Jesu! Wir haben Macht. Wir sind nicht gezwungen, die alten bösen Gewohnheiten weiterzumachen. Wir haben die Macht, uns zu ändern, aufzuhören mit dem Bösen und in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu dürfen.

 

Gebet:

Jesus, danke für die Macht, die du uns gegeben hast. Wir müssen nicht Sklaven der Sünde sein. Wir können uns bessern, weil du uns die Macht gegeben hast als Kinder Gottes. Hilf uns, in dieser Vollmacht zu leben, diese Macht zu gebrauchen, besonders in Momenten der Versuchung, wo der Böse uns einredet, dass wir ohnmächtig seien. Danke, dass wir als Kinder Gottes alle Versuchungen überwinden können.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, welche kräftige und gewichtige Aussage von Johannes höre und
    lese ich hier?!  Für mich ist es, als bringt immer ( und das schon von Beginn der Schöpfung an ) der LOGOS-das Wort Gottes einen "Wende" in unserm ( meinem ) Leben . Und gerade dieses WORT GOTTES - der LOGOS ist für uns Menschen von einer so großen Bedeutung, dass ein ( mein ) Menschenleben nicht ausreichen wird, auch nur ansatzweise die Tiefe des LOGOS zu ergründen und zu begreifen.
    Aber das brauche ich  auch nicht,  ich mach es mir einfacher... JESUS, ich halte mich einfach an dich fest !! und ich glaube an DICH.
    Deshalb halte ich es sinngemäß
    nach Kol.1,27... Aufgrund meines Glaubens, ist Christus der Gealbte mit seiner ganzen Salbung in mir, wodurch ich Hoffnung und Glaubensstärke an seine Herrlichkeit erhalte.  Amen         Danke JESUS

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  2. Jesus, heute Morgen ist mir bewusst geworden, dass ich viel im Reich Gottes bewegen kann, wenn ich versuche, mich zu ändern, zum Guten hin. Ich habe die Macht, Kind Gottes zu sein. Das bedeutet für mich, in der Freiheit zu leben.
    Jesus Christus, dein Name schenkt mir diese Freiheit. Im Alltag geschieht dies durch die Kontemplation. Baue ich im Tagesablauf Zeiten der Stille ein! Ist mein Leben geprägt von dieser inneren Grundhaltung: Jesus in meinem Leben einen festen Platz einzuräumen. Das gibt Sicherheit im Umgang mit Menschen, denen ich begegne!
    Heiliger Geist, sei du mein täglicher Begleiter, in den Begegnungen mit den Menschen. Amen!

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