Donnerstag, 7. Januar 2021

Das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen. (Mt 4,16)

Weihnachtszeit  07 Januar

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 4,12-17.23-25

Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. 

Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali. 

Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: 

Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: 

das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. 

Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. 

Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. 

Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte Kranke mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie alle. 

Scharen von Menschen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm.

 

 

Tagesimpuls:

 

Das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen.  (Mt 4,16)

 

Jesus geht absichtlich nach Galiläa, was man damals als eher heidnisches Gebiet betrachtet hat. Er geht zu den Menschen, die im Dunkeln leben, um genau ihnen das Licht zu bringen. Wir ärgern uns oft über die Glaubenslosigkeit in unserer Umgebung. Aber wenn Jesus bewusst in die Dunkelheit gegangen ist, dann dürfen wir uns doch nicht beschweren, wenn es um uns herum dunkel ist. Genau dazu sind wir ja hier. Jesus sendet uns in die Dunkelheit und Glaubenslosigkeit unserer Zeit, um auch unsere Zeitgenossen ein helles Licht sehen zu lassen.

 

Das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen.

 

Ich habe die persönliche Beziehung zu Jesus in Amerika gefunden. Oft habe ich mir gewünscht, besser in Amerika zu leben als Christ. Ich kenne eine ganze Reihe junger Christen aus Deutschland, die jetzt in Amerika leben, weil sie sich mit ihrem Glauben dort besser aufgehoben fühlen und dort mehr machen können. Jeder soll dem Ruf des Herrn folgen, das ist klar. Aber wir brauchen Christen auch hier bei uns, im „heidnischen" Deutschland. Jesus ging ins heidnische Galiläa, uns beruft er ins heidnische Deutschland.

 

Das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen.

 

Ja, wir können Licht sein, wir können die Stimme sein für Jesus, wir können die heilende Liebe Jesu auch hier vermitteln. Der Weg ist, dass wir Jesus anbeten, dass wir die Heilige Messe feiern, sehr bewusst und andächtig für unsere Familien, Gemeinden, Dörfer und Städte und für unser Land. Wenn Jesus bei uns angebetet wird, dann werden die Heiden auch den Weg in sein Haus finden.

 

Gebet:

Jesus, ich will dich anbeten, ich will dir mein Leben übergeben, ich will mich dir schenken. Ich will beten und die Messe feiern für die Menschen, die im Dunkeln leben, und das sind viele. Aber wir dürfen Licht sein, und dafür danke ich dir. Es ist nicht allzu schwer, dieses Licht in der Dunkelheit zu sein, wenn wir nur dich anbeten und dich in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


2 Kommentare:

  1. Jesus, du willst Licht für die Menschen sein. Das ist auch unser Auftrag heute, wie sieht dieser aus: das Gebot Gottes ist, - an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben.
    - einander lieben- wie es dem Gebot entspricht.
    wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm.
    - Dass er in uns bleibt erkennen wir an den Geist, den er uns gegeben hat.
    Das lesen wir heute Morgen in
    der Tageslesung 1Joh 3,22-4,6;
    Jesus Christus, lass mich heute auf deine Stimme hören und achtsam den Menschen begegnen.
    Heiliger Geist, schenke mir dazu deinen Segen weiterhin! Amen.

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  2. Hl.Matthäus,  der du hier über Jesus schreibst, du stellst das Leben Jesu ganz in die Zeilen des Alten Bündnisses  in dem sich nun durch  - mit und in ihm  alles erfüllen wird.  Simeon sagt im Tempel über das Jesukind,  "Licht zur Erleuchtung der Heiden" (Lk 2,34) 
    Jesus, du trittst aus dem "Schatten der Unbekanntheit" heraus, damit DU alles das sichtbar machst, was Gott den Menschen schenken will.
    Hl.Geist, ich bitte dich, lass auch mir das "Licht der Erleuchtung" aufleuchten- hell und blendend, damit ich mich nicht beirren lasse, sondern an IHN glaube, den Menschgewordenen Sohn Jesus.
    Danke Jesus, für DEINE Liebe.  Amen

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