Mittwoch, 13. Januar 2021

Denn dazu bin ich gekommen. (Mk 1,38)

01 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 1,29-39

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. 

Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, 

und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie. 

Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. 

Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, 

und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war. 

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. 

Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, 

und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. 

Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. 

Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

 

 

Tagesimpuls:

 

Denn dazu bin ich gekommen.  (Mk 1,38)

 

Jesus weiß, wozu er auf Erden ist. Seine göttliche Sendung wurde im in der Taufe neu bekräftigt, aber auch im täglichen Morgengebet. Morgens geht er schon sehr früh beten. Dazu zieht er sich zurück, ja er versteckt sich sogar, so dass die Menschen ihn suchen.

 

Denn dazu bin ich gekommen.

 

Weil er weiß, wozu er gekommen ist, kann er zielstrebig sein und andere Dinge loslassen. Sogar göttliche Dinge kann er loslassen, wenn sie nicht seinem konkreten Auftrag entsprechen. Die Menschen suchten ihn, damit er mit den Heilungen fortfahre. Das hätte Jesus genießen können, das sind doch göttlicher Erlebnisse, die er den Menschen hätte vermitteln können. Aber es hätte nicht dem Willen Gottes entsprochen, so fromm es auch ausgesehen hätte. Erkennen auch wir, wenn wir Dinge loslassen müssen, selbst wenn sie fromm und gut sind?

 

Denn dazu bin ich gekommen.

 

Es gibt ein Sprichwort: Wen der Teufel nicht bremsen kann, den treibt er an. Übereifer in den frommen göttlichen Dingen muss nicht immer gut sein. Auch dahinter kann sich der Teufel verstecken. Vielleicht haben sich schon viele fromme Christen verrannt, weil sie zu viel des Guten wollten. Wir müssen ständig darauf achten, dass wir den Willen Gottes tun. Und den finden wir nur im intensiven Gebet. Wenn wir den Willen Gottes gefunden haben, unsere Sendung, wozu wir auf Erden sind, dann können wir zielstrebig sein und das Richtige tun.

 

Gebet:

Jesus, ich bitte dich, dass du uns vor Täuschungen bewahrst. Wir wollen deinen Willen tun, nicht irgendetwas, was fromm ist und uns vielleicht auch Spaß macht. Hilf uns, jeden Tag zu erkennen, wozu wir auf Erden sind, und dann zielstrebig deinen Willen zu tun.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, du hast dich immer wieder zurückgezogen um im Gebet mit dem Vater zu sein. Du hast auch gesagt: ich und der Vater sind eins.
    Als Mensch wolltest du uns gleich sein! So wie Paulus es heute im Hebräerbrief sagt: Denn da er gelitten hat und selbst in Versuchung geführt wurde, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden. Auch in unserem Alltag gibt es Höhen und Tiefen. Ich muss meine Grenzen erfahren, um meine Brüder und Schwestern besser zu verstehen. Ich habe keinen Grund, mich über sie zu erheben.
    Jesus Christus, du bist derjenige der Gebrechen heilt, der uns immer wieder die Kraft schenkt in Liebe den Menschen zu begegnen!
    Heiliger Geist, schenke mir dazu deinen Segen weiterhin!

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