Freitag, 11. Dezember 2020

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. (Mt 11,17)

02 Woche im Advent           

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,16-19

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: 

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. 

Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. 

Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.  (Mt 11,17)

 

Diese Worte erinnern mich an Erfahrungen, die ich selber machen musste. Über Jahre hinweg beklagten sich die Gläubigen, dass die Messe zu langweilig und die Lieder zu altmodisch waren. Dann führten wir das Life Teen Programm in unserer Gemeinde ein mit einer Lobpreisband, mit vielen Elementen, die besonders für Teens ansprechend waren. Dann hörte ich von Jugendlichen: „Wenn ich mal in die Kirche gehe, dann will ich auch eine Orgel hören." Daraus habe ich gelernt. Es liegt nicht an der Gestaltung. Ob jemand Jesus annehmen will oder nicht, dass entscheidet sich an ganz anderen Faktoren. Inzwischen glaube ich, dass nur das Gebet einen Unterschied machen kann. Daher bin ich so froh, dass es gelungen ist, in unserer Gemeinde einen 24/7 Anbetungsraum einzurichten, in dem an vielen Stunden in der Woche Jesus angebetet wird. Mir scheint, dass nur die Anbetung ein geistiges Klima begünstigen kann, in dem Menschen Jesus annehmen können.

 

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.

 

Auch das ist natürlich kein „Rezept". Wenn es Jesus so erging, dass er sinngemäß sagt: „Ich kann machen, was ich will, ihr findet immer einen Grund, warum ihr mich ablehnt", dann wird es uns heute nicht anders gehen. Wer einen Grund finden will, der findet einen. Und umgekehrt: Wer von Jesus angezogen ist, der kommt, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht total optimal sind.

 

 

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.

 

Ich meine nicht, dass die Rahmenbedingungen gleichgültig wären. Wir sollen schöne Musik für Jesus machen, wir sollen eine schöne Atmosphäre in unseren Kirchen schaffen, eine Willkommenskultur usw.  Wir machen das ja auch gern aus Liebe zu Jesus und zu den Menschen. Aber das ist es nicht, was Menschen letztlich zu Jesus zieht. Die Gründe, die einen Menschen zur Bekehrung führen, liegen tief im Inneren, sind ganz verborgen. Das hängt viel mit der Fürbitte zusammen, mit der Buße, mit der Vergebung, mit einem geistlichen Klima, in dem die Mächte der Finsternis vertrieben werden und der Himmel sich über einem Menschen öffnen kann.

 

Gebet:

Jesus, am Kreuz hast du den Teufel vertrieben und den Himmel für uns geöffnet. In der Messe feiern wir deinen Tod und deine Auferstehung. In der Eucharistie erleben wir den Himmel auf Erden, weil du da bist, real mit Fleisch und Blut, mit Leib und Seele, mit Gottheit und Menschheit. Das ist der offene Himmel. Hilf uns und unseren Mitmenschen, dass wir uns bekehren können, dass wir dich annehmen können, dass viele zum Glauben an dich finden.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, DU lenkst meinen Blick auf den Inhalt deiner Lehre. DU gibst mir zu erkennen dass ich womöglich in Gefahr bin, genauso zu handeln wie jene, die nicht tanzen oder nicht klagen.  DU sagst mir: "mein Kind, wenn du im Übermaß, in dieser Welt dem weltlichen nacheiferst, wirst du verloren gehen, da du den tatsächlichen Wert des "Augenblicks" nicht erkennst". Denn du bist in Gefahr nicht tanzen zu wollen,  auch nicht auf das Wort meines "Vorläufers Johannes"  oder gar auf meine Worte zu hören, da du den weltlichen Dingen / Meinungen mehr Glauben schenkst. 

    Hl.Schutzengel bitte leite mich auf den Weg den Gott für mich bestimmt hat. Erbitte mir die Gnade der Weisheit, dass ich erkennen darf was "im Augenblick meines Lebens" Gottes Wille ist.  Amen
    Hl.Damasus bitte für uns

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