Mittwoch, 16. Dezember 2020

Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht. (Lk 7,21)

03 Woche im Advent            

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 7,18b-23

In jener Zeit rief Johannes der Täufer zwei von seinen Jüngern zu sich, 

schickte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten? 

Als die beiden Männer zu Jesus kamen, sagten sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir geschickt und lässt dich fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten? 

Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht. 

Er antwortete den beiden: Geht und berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, und Aussätzige werden rein; Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet. 

Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.

 

 

Tagesimpuls:

 

Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.  (Lk 7,21)

 

Das kleine Wörtchen „damals" deutet an, dass es sich um einen konkreten geschichtlichen Zeitpunkt handelt. Man kann daraus deuten, dass es nicht immer so war, aber zu dieser Zeit heilte Jesus viele Menschen. Und er tat es, um ein Zeichen zu setzen, damit Menschen wie Johannes der Täufer und viele andere an ihn glauben. Seine Zeichen sind die messianischen Zeichen, die von den Propheten angekündigt wurden. Daran wird man den Messias erkennen, dass er paradiesische Zustände herstellen wird.

 

Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.

 

Es ist bewegend zu erfahren, dass Johannes, der zuvor sehr klare und kraftvolle Eingebungen von Gott empfangen hatte, nun zweifelt. Wir sehen, dass es in seinem Leben einen Tiefpunkt gibt. Das ist sehr ähnlich mit den Worten Jesu: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"  Von Heiligen werden ebenfalls solche Tiefpunkte des Glaubens berichtet. Und wir selber kennen diese Tiefpunkte vielleicht auch. Wir folgen Jesus nach in allen Aspekten, auch in der geistigen Not, im Gefühl der Gottverlassenheit. Wenn dies in unserem Leben geschehen sollte, dann können wir wissen: Auch dies ist ein Aspekt der Nachfolge Jesu bis ans Kreuz.

 

Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.

 

Für Jesus bedeutet sein Schrei der Verlassenheit am Kreuz, dass er unsere Glaubensnot teilt. Er stellt sich wirklich voll und ganz hinein in die Not der Menschen. Und Johannes hat daran teil, und auch wir haben daran teil. Aber wichtig ist auch Jesus Antwort! Wir sollen in unserem Blick nicht bei uns und unserer Not stehen bleiben, sondern auf die vielen Menschen schauen, die geheilt werden. Am besten wäre, wenn wir zu Gott sagen würden: „Ich bin bereit für jede Not, die du mir schickst, wenn nur viele andere Menschen geheilt werden und zum Glauben an dich finden."

 

Gebet:

Jesus, Freude und Not liegen so dicht beieinander. Die einen werden geheilt, andere erleiden Dunkelheit und Martyrium. Die ganze Kirche erlebt fortwährend deinen Tod und deine Auferstehung. Ich will dir alle Not aufopfern, damit viele Menschen die Zeichen der Auferstehung erleben können. Ich vertraue dir, dass du auch mich zur Auferstehung führen wirst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, auch zu mir sagst DU " mein Kind schau hin, und nimm keinen Anstoß..." !!
    Jesus, ich empfinde es oftmals so, dass dies leichter gesagt ist als getan. Gerade "jetzt" in dieser Zeit wo bei vielen "eh schon die Nerven wegen Corona blank liegen".

    Gott hat DICH uns doch offenbart (1.Joh.4 ff), also was löst in mir "Anstoß" aus?
    Ich lese nochmal die heutigen Lesungsstexte...
    Mein  Fazit, - meine "Herzensbalance" stimmt nicht? DU - Jesus, bist nicht mein Mittelpunkt. Vieles andere scheint wohl wichtiger zu sein.

    Jesus, hilf mir in der adventlichen Zeit mehr und mehr diese "weltlichen Fesseln" zu sprengen, damit ich niederfallen darf vor DIR,  und betend flehe...Nur beim Herrn gibt es Rettung und Schutz.  Amen

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