Freitag, 4. Dezember 2020

Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? (Mt 9,28)

01 Woche im Advent   Freitag        

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,27-31

In jener Zeit, als Jesus vorüber ging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! 

Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr. 

Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. 

Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in acht! Niemand darf es erfahren. 

Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.

 

 

Tagesimpuls:

 

Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann?   (Mt 9,28)

 

Diese Frage scheint in diesem Fall die Voraussetzung für die Heilung zu sein. Jesus will prüfen, ob sie wirklich an ihn glauben. Der Anruf mit dem Titel „Sohn Davids" deutet in dieselbe Richtung. Für diese beiden Blinden war Jesus nicht irgendein Zauberkünstler, der über magische Kräfte verfügt, sondern er war der Sohn Davids, der angekündigte Messias, der auf dem Thron Davids für ewig herrschen sollte.

 

Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? 

 

Schulkinder fragten mich einmal, ob Jesus zaubern könnte. Genau um dieses Missverständnis geht es. Deshalb sollen die Geheilten es nicht weitererzählen. Es gibt viele Zauberer in der Welt, die mit okkulten Mächten kooperieren. Aber Jesus ist nicht einer, der in Verbindung mit diesen Mächten steht. Er ist der Sohn Gottes, der in göttlicher Vollmacht heilt. Aber man muss auch an ihn glauben, d.h.  eine sehr vertrauensvolle Beziehung zu ihm anstreben. Es geht nicht um Kräfte und Energien, es geht um die Person Jesu, mit der ich in Verbindung stehe.

 

Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? 

 

Hier lernen wir, die Wunder Jesu von Magie zu unterscheiden. Magie will sich übernatürliche Kräfte zu eigen machen. Dies ist immer ein Verstoß gegen das erste Gebot. Wir sollen keine anderen Götter anrufen, auch wenn diese Mächte noch so versteckt („okkult" ist lateinisch für „verborgen") wirken. Wir sollen auf Jesus vertrauen, dem wir nachfolgen, an dessen Geboten wir unser Leben ausrichten, mit dem wir in inniger Verbindung stehen durch die Eucharistie, durch unser Gebet und unsere Beziehung zur Heiligen Schrift.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du der Sohn Davids bist, der auf dem Thron herrscht. Ich will niemals eine dunkle Energie anrufen, sondern immer nur dich, meinen Erlöser. Danke für deine Kraft, für deine Heilungen. Die Beziehung zu dir ist heilend für Seele und Leib. Danke für die Sakramente, in denen wir immer die heilende Begegnung mit dir erfahren dürfen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus,  auch mich fragst DU Heute
    am "Herz-Jesu-Freitag"  so wie im Vers 28 heißt  "Glaubst du..." ?
    Ja ! Herr, ich glaube.
    Ja ! Herr, ich glaube dass DU der Sohn Gottes bist.
    Jesus, bitte erlaube mir, dass auch ich mich den Blinden anschließen darf. Denn schon in der Lesung von Jesaja steht: "...und die Augen der Blinden sehen selbst im Dunkeln und Finstern".  Und während ich den Blinden folge, und mit ihnen in das Haus eintrete wo DU bist, fühle ich den Glauben in meinem Herzen brennen, und tatsächlich, ich kann im Dunkeln sehen.
    So bitte ich DICH, mein Herr und Gott, lass durch das helle Licht im Advent, unsere Herzen's-Augen immer mehr und mehr für deine Gegenwart geöffnet werden.
    Ja, Jesus, ich glaube. AMEN

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