Montag, 21. Dezember 2020

Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme. (Lk 1,41)

21 Dezember

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,39-45

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. 

Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. 

Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt 

und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. 

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 

Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

 

 

Tagesimpuls:

 

Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme.  (Lk 1,41)

 

Manchmal mokieren sich „gute Katholiken" über freikirchliche Gottesdienste, in denen es laut zugeht. Da rufen die Menschen mit lauter Stimme den Namen des Herrn an. Dagegen erinnere ich mich an meine Kindheit, wenn ich damals an unseren katholischen Gottesdiensten teilnahm. Ich weiß noch, wie ich mich immer fragte: „Warum sprechen die Leute hier nicht normal, wenn sie beten?" Wenn in der Messe gebetet wurde, dann war das immer mit so einer gedämpften Murmelstimme, und ich verstand nicht, warum man sich so verstellen musste, um nicht aufzufallen. Ich selber habe mich aber auch nicht getraut, einfach normal zu sprechen, ich habe dann eben mitgemurmelt.

 

Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme.

 

Elisabeth spricht nicht nur, sie ruft mit lauter Stimme, und das, weil sie vom Heiligen Geist erfüllt ist. Die Christen in den Freikirchen stimmen nicht in allem mit der katholischen Lehre überein, aber sie sind erfüllt vom Heiligen Geist. Sie rufen – wie Elisabeth – erfüllt vom Heiligen Geist mit lauter Stimme. Das ist doch gut! Wo ist das Problem? In der Katholischen Kirche gibt es die Charismatische Erneuerung. Diese Bewegung ist gekennzeichnet durch das Erfüllt-Sein mit dem Heiligen Geist. Auch hier wird mit lauter Stimme Gott angerufen. Ist es ein Kennzeichen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist, dass man fähig ist, seine Hemmungen und seine Zurückhaltung zu überwinden, für Gott aufzustehen und Zeugnis zu geben, und ihn mit lauter Stimme zu loben? Jemand mag einwenden, dass der Heilige Geist aber auch in die Stille führt. Ja, das ist richtig, aber er führt auch in den Lobpreis Gottes mit lauter Stimme.

 

Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme.

 

Vielleicht können wir uns noch mehr für den Heiligen Geist öffnen, wenn wir uns selber öffnen und mehr aus uns herausgehen. Wer sich nicht traut, kann es ja versuchen, wenn er allein und ungestört ist: Einmal Gott mit lauter Stimme zu loben. Ich bin sicher, dass uns das helfen wird, noch offener für das Wirken des Heiligen Geistes zu werden.

 

Gebet:

Jesus, ich bin leider oft so müde beim Gebet. Ich bete nicht so oft mit lauter Stimme. Wahrscheinlich möchtest du mich neu und mehr mit deinem Heiligen Geist erfüllen. Auf die Fürsprache von Maria und Elisabeth bitte ich dich: Erfülle mich neu mit dem Heiligen Geist, damit ich dich mit lauter Stimme lobe. Und ich danke dir von ganzem Herzen für alle unsere Lobpreisbands und für alle Kirchenmusik und Musiker, durch die du mit lauter Stimme gelobt wirst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, mein Blick fällt auf die "Begegnung" zwischen Maria und Elisabeth, und "Jesus mit Johannes".  Eine Begegnung der besonderen Art.  Eine Begegnung der besonderen "Nähe und Tiefe"!

    In diesen Tagen ist "Kontaktnähe" nicht erwünscht, wird sogar mit Strafen und Geldbußen geahndet. Die Begegnung von lieben Menschen, die an anderen Orten wohnen, ist in dieser Zeit von Corona, nicht - oder nur in Ausnahmefällen erlaubt.
    Die Ministerpräsidenten / Dtl. - NL.- Belg.   bitten in einem Aufruf  doch bitte grenzüberschreitend  Kurzbesuche und Reisen zum Schutz der Mitmenschen derzeit nicht zu tätigen- auch wenn dies schwer fällt.

    Daher bekommt "Begegnung" für mich eine neue wertvollere Bedeutung. 

    Gottesmutter Maria, ich bitte dich,
    nimm mich nun mit hinein in diese
    "Elisabet-Begegnung",
    damit ich mich von Jesus in "hoffnungsvoller Stille" genauso berühren lasse, wie Johannes von Jesus berührt wurde.

    marana tha  - unsere Herr, komm !   Amen

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