Samstag, 12. Dezember 2020

Ich bin nicht der Messias. (Joh 1,20)

03 Sonntag im Advent

           

EVANGELIUM

Joh 1, 6-8.19-28

 

6Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.

7Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.

8Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.

19Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?,

20bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias.

21Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein.

22Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst?

23Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.

24Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer.

25Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet?

26Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt

27und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.

28Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ich bin nicht der Messias.  (Joh 1,20)

 

Im Advent wird uns Johannes der Täufer vor Augen gestellt. Er zeigt uns, dass wir Menschen uns auf das Wirken Gottes einstellen müssen, wir müssen uns vorbereiten. Wenn wir schlafen und einfach so weitermachen wie bisher, dann kann Gott unter uns nicht wirken. Wir Menschen haben einen sehr wichtigen Teil beizutragen im Heilsplan Gottes. Das zeigen uns die adventlichen Gestalten: Johannes der Täufer und auch Maria.

 

Ich bin nicht der Messias.

 

Leider gibt es einen sehr weit verbreiteten Unglauben oder Kleinglauben, auch unter uns Christen. Wir glauben nicht mehr daran, dass Gott in der Welt wirken könnte. Wie oft habe ich z.B. hören müssen, dass Fürbitten so erklärt werden, dass nicht etwa Gott bewirken würde, was wir erbitten, sondern dass wir Menschen uns durch die Fürbitten nur dazu sensibilisieren würden, was wir selber tun müssen. Eine Fürbitte, die z.B. lautet: „Hilf den armen Menschen!" würde so zu verstehen sein, dass Gott den armen Menschen nicht helfen könne, aber wir uns bewusst machen, dass wir ihnen helfen müssen. Dieser Unglaube setzt ausschließlich auf das menschliche Wirken. Gott wird dabei reduziert auf einen Motivator. Gegen ein solches Missverständnis unserer menschlichen Rolle wendet sich Johannes:

 

Ich bin nicht der Messias.

 

Wir sind nicht die Retter der Welt. Wir sollen Zeugnis geben von Jesus. Wir müssen nur die Botschaft übermitteln, damit Jesus wirken kann. Der Unglaube, der behauptet, dass Gott nicht in der Welt wirken könne, legt die gesamte Last auf den Menschen. Aber wir Menschen können und müssen nicht die Welt retten.

 

Ich bin nicht der Messias.

 

Wir sehen in Johannes dem Täufer: Wir Menschen haben (wie Maria) einen sehr wichtigen Beitrag zu leisten, ohne den Gott nicht wirken kann. Aber wir sind nicht der Messias. Es lastet nicht alles auf uns. Wir dürfen uns Gott anvertrauen. Wir dürfen auf Gott hoffen. Ich denke jetzt an das Gebet der Frau aller Völker, was Maria uns bei den Erscheinungen in Amsterdam geschenkt hat. Sie sagte, dass wir dadurch die große Not abwenden oder lindern können. Das macht Mut. Das gibt Hoffnung. Wir müssen nicht alles selber tun. Wir können den Weltfrieden nicht bewirken. Aber wir können die Hilfsmittel anwenden, die der Himmel uns schenkt. Und dann kann Gott in unserer Welt wirken.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir nicht alles machen müssen, dass nicht alles auf uns lastet. Wir dürfen beten, und du wirkst in unserer Welt. Wir dürfen uns dir anvertrauen. Wir sind Mitarbeiter, und du bist der Messias.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus auch ich möchte DIr gerne den Weg bereiten.  Besonders heute merke ich, dass mir dies nur gelingt,  wenn ich zu Dir bete. Ich danke Dir für den Beistand meines Schutzengel, denn er hilft mir immer wieder ins Gebet zu kommen.
    Dank, Lob und Preis.  Amen

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