Dienstag, 3. November 2020

Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf. (Lk 14,15)

31 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 14,15-24

In jener Zeit sagte einer der Gäste, der zusammen mit Jesus eingeladen worden war, zu ihm: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf. 

Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein. 

Als das Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Gästen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, es steht alles bereit! 

Aber einer nach dem andern ließ sich entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich! 

Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte, entschuldige mich! 

Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen. 

Der Diener kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Herr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei. 

Bald darauf meldete der Diener: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; aber es ist immer noch Platz. 

Da sagte der Herr zu dem Diener: Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird. 

Das aber sage ich euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.  (Lk 14,15)

 

Es ist ein großes Glück, teilnehmen zu dürfen am Mahl des Lammes. Jesus kommt zurück auf die Erde in den Gestalten von Brot und Wein und hält Mahl mit uns. Gleich ob die Predigt gut oder schlecht ist, egal ob die Musik besonders gut ist oder ob man mitsingen darf oder nicht, es ist immer das himmlische Hochzeitsmahl, es ist das Reich Gottes, es ist Himmel auf Erden. Je mehr wir das verstehen, umso mehr müsste es uns zur Messe hinziehen. Wenn jemand sagt, dass es ihm nichts bringt, dann zeigt das, dass er es noch nicht verstanden hat. Sobald man versteht, was da geschieht, will man zur Messe, und man hört auf, kritisch zu sein.

 

Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.

 

Nicht wenige Christen suchen die Messe aus nach dem Priester, der ihnen zusagt. Das ist erlaubt. Warum soll man nicht die Messe feiern, wo es schön ist, solange man sich im Klaren darüber bleibt, dass all das sekundär ist. Es ist wie bei den Feierlichkeiten, z.B. Hochzeit oder Erstkommunion. Es ist erlaubt, schön zu dekorieren, aber man muss immer wissen, das ist nicht das Wichtigste. Die Präsenz Jesu ist das Eigentliche, das Wichtige in der Messe. Dass sich immer mehr Menschen zu sogenannten Personalgemeinden in geistlichen Zentren sammeln, ist ein Phänomen unserer Zeit, ganz sicher so vom Heiligen Geist geführt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch sehr viele, die ganz ortsgebunden an der Messe teilnehmen, die nur in Ausnahmefällen „auswärts" die Messe mitfeiern würden. Aber nichts darf zum KO-Kriterium werden. Ob es in meiner Pfarrkirche ist, ob es der Pastor ist, den ich liebe, dass alles darf kein Grund sein, der mich von der Messe abhalten würde. Das ist und bleibt sekundär. Ich gehe zur Messe wegen Jesus, und wir müssen alles andere dahinter hintanstellen. Der Ortsgebundene muss flexibel werden, und der, der sich bei einem bestimmten Pastor in einer bestimmten Personalgemeinde wohlfühlt, muss genauso flexibel sein, weil es um Jesus geht, und um nichts anderes.

 

Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.

 

Lassen wir uns nicht durch sekundäre Gründe vom himmlischen Mahl abhalten! Suchen wir Jesus! Das ist die höchste Priorität!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für deine Einladung. Ich will dir folgen und Mahl mit dir feiern. Du hast deinen Leib hingegeben und dein Blut vergossen für diese Feier. Ich will dich nicht enttäuschen. Ich will wirklich nichts anderes vorziehen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, immer wieder werde ich mir die Frage stellen müssen: nimmt bei mir der Besuch am Gottesdienst die erste Stelle ein! Ich werde neu finden müssen, woran ich nicht festhalten sollte. Da gibt es vieles, wovon ich mich leicht zurückhalten lasse, in der Spur Gottes zu gehen, Formen, Inhalte, Vorstellungen.
    Jesus, wo ist für mich heute Entäußerung angebracht! Ich darf verstehen lernen, was es für mich heißen kann, ein Gottverbundener- Mensch unter Menschen zu werden, und so in die Gesinnung Jesu Christi hineinzuwachsen. Konkret bedeutet das: vor Jesus Christus, die Knie zu beugen, und ihn als Herrn zu bekennen. Heiliger Geist, schenke mir dazu die Kraft und die Liebe. Amen!

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  2. Hl.Schutzengel ich bitte dich, der du immerfort am Tisch des Herrn sitzt,  IHN anschaust- und anbetest, lass bitte in mir durch die "Kraft der Sehnsucht" die  "Dringlichkeit" der Einladung die Jesus hier ausspricht,  erkennen.
    Ja, Jesus ich komme gerne heute zu dir, ich nehme deine Einladung an.  Amen

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