Dienstag, 24. November 2020

Am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. (Lk 21,11)

34 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,5-11

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: 

Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. 

Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt? 

Er antwortete: Gebt acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach! 

Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. 

Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. 

Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.  (Lk 21,11)

 

Ich muss an das Sonnenwunder von Fatima denken. Es geschah 1917 und ist historisch einwandfrei bezeugt. Das war gewaltig. In Fatima wurden die Schrecken des Kommunismus und der zweite Weltkrieg vorausgesagt. Die Echtheit dieser prophetischen Eingebungen konnte einwandfrei festgestellt werden, bis hin zu der Tatsache, dass sich Russland bekehren würde. Auch das wurde vorausgesagt für den Zeitpunkt, wo der Papst die Welt dem Unbefleckten Herzen Marias weihen würde, was dann schließlich 1984 durch den Papst vollzogen wurde. 1985 kam in Russland Gorbatschow an die Macht, Abrüstung zwischen Ost und West wurde vereinbart, ein Gesetz zur Religionsfreiheit wurde in Russland erlassen und die Herrschaft des Kommunismus zerbrach, zunächst in Polen, dann in immer mehr Staaten Osteuropas.

 

Am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

 

Ob das Sonnenwunder von Fatima schon das gewaltige Zeichen am Himmel war, wissen wir nicht. Jesus spricht im Plural von mehreren gewaltigen Zeichen. In Medugorje wird von Pilgern auch immer wieder von Zeichen am Himmel berichtet. Ich selber kenne Pilger, die dies sehr glaubwürdig bezeugen. Ich würde diese aber nicht als gewaltig bezeichnen, obwohl das „Mir" (Frieden), das von vielen Menschen am Himmel zu lesen war, auch schon ein starkes Zeichen war. Ich vermute, dass es noch viele solcher Zeichen weltweit gibt. Andererseits lese ich aus den Worten Jesu, dass es noch mehr solcher gewaltiger Zeichen geben wird in der Zukunft.

 

Am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

 

Jesus sagt, wie viel Schlimmes in der Welt alles geschehen wird, bevor er wiederkommen wird. Wir sollen uns davon nicht verwirren lassen. Alles muss geschehen, bevor er wiederkommt, um die Welt vollständig zu erlösen. Ich vermute, dass die Zeichen uns helfen sollen, den Mut nicht zu verlieren. Wir sollen immer daran glauben, Gott hat alles fest im Griff. Und was auch immer er zulässt, kann nicht verhindern, dass wir das Heil in ihm finden. Im Gegenteil, es kann sogar noch helfen, dass wir das Heil besser und schneller finden, denn Gott kann aus allem etwas Gutes machen, er kann alles benutzen, damit es sich für uns letztlich zum Guten wendet.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für alle deine Zeichen, die uns ermutigen sollen, ganz besonders für das Sonnenwunder in Fatima. Ich vermute, dass ich alles in seiner tiefsten Bedeutung noch gar nicht verstehe. Aber ich verstehe so viel: Du bist am Werk und du rufst uns Menschen zur Umkehr auf. Wir sollen auf dich schauen und für dich leben. Jesus, ich will deinem Ruf folgen. Hilf mir, dass ich dies auch konsequent in allen Situationen meines Alltags tue.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
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