Montag, 9. November 2020

Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. (Joh 2,19)

Weihetag der Lateranbasilika   Fest

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 2,13-22

Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. 

Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. 

Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um. 

Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! 

Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. 

Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst? 

Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. 

Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? 

Er aber meinte den Tempel seines Leibes. 

Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

 

 

Tagesimpuls:

 

Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.  (Joh 2,19)

 

Hier gibt Jesus ein doppeltes Zeichen. Dass der Tempel von Jerusalem binnen einer Generation völlig zerstört wurde, ist bis heute für uns ein Zeichen, dass Jesus Recht hatte. Er hatte es vorausgesagt. Dies war die Konsequenz aus dem Verhalten des Volkes Israel, weil es ihn nicht als den von Gott gesandten Retter angenommen hat. Im Jahr 30 wurde Jesus gekreuzigt, im Jahr 70 war es so weit, genau eine Generation! Denn man sah eine Generation immer als 40 Jahre an.

 

Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.

 

Das zweite Zeichen, auf das Jesus anspielt, ist sein Tod und seine Auferstehung. Das ist natürlich für uns Christen das entscheidende Zeichen für unseren Glauben! Gott hat Jesus gerechtfertigt und beglaubigt durch die Auferstehung. Spätestens durch die Auferstehung Jesu muss jeder einsehen, dass er wirklich der von Gott gesandte Retter ist.

 

Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.

 

Aber warum bezeichnet Jesus sich als „Tempel"? Weil er, seine Person, ja sein Leib, an die Stelle des Jerusalemer Tempels tritt. Weil Israel Jesus nicht angenommen hat, wird der Tempel und damit auch der gesamte Tempelkult zerstört. Dafür haben wir jetzt Jesus. Gott wohnt nicht mehr im Tempel, sondern in Jesus. Und wir haben Kirchen mit Tabernakeln auf der ganzen Welt. Und wir haben den Leib Christi, die Kirche, als lebendige Gemeinschaft auf der ganzen Welt. Überall dort wohnt Gott. Und sogar jeder einzelne Christ ist ein Tempel des Heiligen Geistes, sagt Paulus. Also sind sogar wir selber nun Tempel des lebendigen Gottes, weil Jesus in uns wohnt.

 

Reißt diesen Tempel nieder und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.

 

Man darf das Gesagte nicht missverstehen. Wir sind unendlich traurig über die Zerstörung des Jerusalemer Tempels, es zerreißt unser Herz. Wir wünschen uns nichts mehr als dass dieser Tempel eines Tages neu errichtet werden könnte. Der Gott Israels ist der Gott Jesu Christi, es ist derselbe Gott. Aber solange das noch nicht geschehen ist, freuen wir uns, dass wir den lebendigen Tempel Gottes unter uns haben, die Gegenwart Jesu Christi in seiner Kirche, in den Tabernakeln der Welt, inmitten der Christenheit, die über die ganze Welt zerstreut ist.

 

Gebet:

Jesus, danke, dass du bei uns wohnst. Danke, dass wir dich auch heute anbeten können in deinem heiligen Tempel. Wir wissen nicht so genau deine Pläne. Aber wir beten für dein als erstes auserwähltes Voll Israel. Lass uns eines Tages alle zusammen dich loben, preisen und anbeten.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, durch die Taufe sind wir Tempel Gottes geworden. Du lebst in uns.
    Jesus, lass uns Zugang finden zu deiner Gegenwart. In der Nähe und der Verbundenheit mit dir findet das Leben Kraft und Ordnung. Hilf uns, wach zu sein, wo unser Leben, mein Verhalten dem widerspricht.
    Jesus Christus, zeige mir heute die Wege zum Leben in unserer Kirche und unserer Welt. Heiliger Geist, sei du mein täglicher Begleiter, und lehre mich deine Wege. Amen!

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  2. Jesus,  mit Maria deiner Mutter, betrete ich den  Tempel, und wir sehen wie DU dort in Deiner göttlichen Macht, die "Verunreinigungen" bekannt machst, und sie aus dem Tempel wirfst.

    Maria sagt mir ;  "mein Kind schau genau hin was mein Sohn zur Ehre Gottes tut".

    Weiterhin sagt sie mir, "achte auf dich, wenn du den Tempel des Herrn unseres Gottes betrittst", sei im Herzen sauber, damit das "Wertvolle und  Kostbareste in deiner Seele für dich sichtbar ist / und bleibt".
    Alles, wirklich alles was dich hindert und dir gefährlich sein kann,  entferne für die Zeit der Gemeinschaft mit Gott aus deinem Herzen.
    Denn auch die  "unscheinbaren - die so normalen Dinge..." entferne sie, ja schmeiße sie heraus. Denn alles was deinen Blick auf das Heiligtum "deines Tempels- deiner Seele" verhindert, räume aus.
    ..... mir geschehe nach deinem Wort . Amen ( lautete meine Antwort )

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