Montag, 16. November 2020

Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber. (Lk 18,37)

33 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 18,35-43

Als Jesus in die Nähe von Jericho kam, saß ein Blinder an der Straße und bettelte. 

Er hörte, dass viele Menschen vorbeigingen, und fragte: Was hat das zu bedeuten? 

Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber. 

Da rief er: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! 

Die Leute, die vorausgingen, wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! 

Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich herführen. Als der Mann vor ihm stand, fragte ihn Jesus: 

Was soll ich dir tun? Er antwortete: Herr, ich möchte wieder sehen können. 

Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen. 

Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen. Da pries er Gott und folgte Jesus. Und alle Leute, die das gesehen hatten, lobten Gott.

 

 

Tagesimpuls:

 

Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber.  (Lk 18,37)

 

Wir müssen nur die korrekte Botschaft von Jesus weitersagen. Dann werden die Menschen schon von sich aus auf Jesus zugehen und ihre Beziehung zu ihm entwickeln. Vielleicht bekommen wir das gar nicht mehr mit, vor allem dann, wenn es später erst geschieht. Aber damit jemand seine persönliche Beziehung zu Jesus aufbauen kann, müssen wir ihm erzählen, dass es Jesus gibt und wer er ist. Es kommt noch nicht einmal darauf an, wie gut wir selber die Beziehung zu Jesus leben. Hauptsache, wir verkünden die korrekte Botschaft.

 

Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber.

 

Die Jünger verhalten sich nicht vorbildlich. Sie versuchen den Blinden sogar am Gebet zu hindern. Aber das Entscheidende hatten sie ihm doch mitgeteilt: Jesus geht vorüber. Das reicht für den Bettler, selbständig nach Jesus zu suchen. Er geht seinen eigenen Weg mit Jesus aufgrund der Botschaft, die er von den Jüngern gehört hat. Sein Weg ist intensiv, vorbildlich, wahrscheinlich für die Jünger ziemlich beeindruckend. Weil er eine so große Not hat, erlebt er die Hilfe Jesu viel intensiver als viele andere Menschen. Sein Gebet ist intensiver, er schreit zu Jesus. Die Hilfe ist unglaublich beeindruckend, er wird spontan geheilt! Und sein Lobpreis ist vermutlich intensiver als der der meisten Christen. Und noch etwas: Er folgt Jesus, er wird sein Jünger, d.h. auch seine Entschiedenheit für Christus ist vorbildlich. Er lebt die Beziehung zu Jesus also in einer idealen Weise.

 

Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber.

 

Wir können aus diesem Evangelium mitnehmen, dass wir die Botschaft verkünden müssen, damit Menschen ihren eigenen Weg mit Jesus gehen können. Als zweites lerne ich: Wenn ich intensiv bete, dann erfahre ich auch die Hilfe Jesu stärker. Ich darf keine Rücksicht nehmen darauf, was die Leute denken oder sagen. Ich muss meinen Weg mit Jesus gehen und darf mich daran von den anderen nicht hindern lassen.

 

Gebet:

Jesus, ich rufe zu dir, ja ich will zu dir schreien. Ob das gut ankommt bei den anderen, ist Nebensache. Hauptsache, meine Beziehung zu dir ist intensiv. Ich will keine oberflächliche Beziehung zu dir. Bitte hilf mir in meiner Not! Ich will auch deine Botschaft weitersagen, damit viele andere eine Beziehung zu dir aufbauen können.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Hl.Muttergottes, bitte hilf mir dass ich ein solches Vertrauen im Herzen fühle wie der Blinde, denn ich glaube an die Kraft, Jesu Christi. Amen

    AntwortenLöschen