Dienstag, 30. Juni 2020

Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? (Mt 8,26)

13 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 8,23-27

In jener Zeit stieg Jesus in das Boot, und seine Jünger folgten ihm. 

Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, so dass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. 

Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! 

Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See, und es trat völlige Stille ein. 

Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?

 

 

Tagesimpuls:

 

Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?  (Mt 8,26)

 

Die Jünger sind in großer Aufregung, aber Jesus schläft. Jesus will den Jüngern zeigen, wie es aussieht, wenn man einfach auf Gott vertraut. Dann kann man seelenruhig schlafen, weil man weiß: Gott beschützt uns. Aber um die Jünger das zu lehren, muss er den Sturm zunächst zulassen. Wenn er von Anfang an verhindert hätte, dass der Sturm kommt, dann hätten die Jünger das nicht von Jesus lernen können. Ohne den Sturm Gottvertrauen zu haben, ist auch schön. Aber mitten im Sturm auf Gott zu vertrauen, ist viel mehr, ist viel besser.

 

Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?

 

Wenn wir nun Stürme erleben, wie reagieren wir? Rufen wir auch Jesus um Hilfe an? Das ist gut! Aber wahrscheinlich wäre es noch besser, wenn wir einen Akt des Vertrauens an Jesus machen würden: „Jesus, sorge du! Ich vertraue dir, ich vertraue dir alles an! Nimm du den Sturm weg, wenn es dein Wille ist, aber sorge du. Dein Wille geschehe!" So oder so ähnlich könnte man beten. Das ist anders als eine panische, aufgeregte Fürbitte, wobei ich sagen möchte, dass jedes Gebet gut ist. Jedes Gebet ist immer viel besser als das Selbermachen ohne Jesus.

 

Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?

 

Selbst wenn wir eine ziemlich sorgenfreie Zeit durchleben sollten, ein paar Dinge gibt es doch täglich, die für uns wie kleine Stürme sind. Und wenn wir mitten in den großen Stürmen stecken, dann wissen wir sowieso, was wir zu tun haben. Wir sollen dieses Gottvertrauen von Jesus bekommen, ganz ruhig bleiben, in dem Wissen: Gott wird sorgen, er wird uns beschützen. Unsere „Aufgabe" ist es ihm zu vertrauen, uns ihm hinzugeben.

 

Gebet:

Jesus, ich vertraue mich dir an, und alles, was mich umgibt. Ich vertraue dir die Menschen an, die mich um Gebet gebeten haben, die teilweise unter sehr großen Sorgen und Stürmen leiden. Jesus, sorge du! Ich vertraue dir auch die Nöte an, die heute auf  mich zukommen, Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, die unangenehm für mich sind, wo ich nicht genau weiß, wie das wird. Jesus, sorge du! Jesus, hilf mir in demselben Gottvertrauen zu leben, das du auf dem Boot während des Sturmes hattest.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, steige ich mit dir in ein Boot, muss ich damit rechnen, dass sich Mächte und Gewalten bemerkbar machen. Sie toben gerade dort, wo die sind, die zu Jesus gehören.
    Herr, ich brauche ein großes Vertrauen zu dir. Du wirst mich retten, du lässt mich nicht untergehen. Deiner Liebe vertraue ich mich an. Du wirst mich nicht untergehen lassen! Am Ende werden die Mächte schweigen, und es kehrt Ruhe ein.
    Gott, wir werden den Lobpreis und die Ehre dir anstimmen in deinem Namen. Amen!

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