Dienstag, 16. Juni 2020

Er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten. (Mt 5,54)

11 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,43-48

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 

damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 

Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? 

Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? 

Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

 

 

Tagesimpuls:

 

Er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten.  (Mt 5,54)

 

Gott ist immer gleich. Er ist Liebe. Ob wir Menschen gut sind oder böse, das ändert Gott nicht. Es ändert nicht seine Haltung uns gegenüber, denn er ist sich ganz treu. Daher können wir immer fest auf seine Liebe vertrauen, auch wenn wir gesündigt haben. Selbst wenn wir siebenmal siebenundsiebzigmal sündigen, ist Gott immer noch treu. Er wird uns immer lieben, denn er verändert sich nicht. Daher können wir immer wieder zu ihm zurückkehren und einen neuen Anfang machen.

 

Er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten.

 

So sollen wir auch sein, in dieser vollkommenen, unveränderlichen Liebe. Ob der andere nun gut zu mir ist oder nicht, meine Liebe zu ihm ändert sich nicht. Ich bin stabil. Das heißt auch, dass ich stabil im inneren Frieden bleibe. Ich entwickle keine zerstörerischen Hass- oder Rachegefühle in mir. Mein Herz bleibt immer rein, in der Liebe.

 

Er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten.

 

Wenn Jesus will, dass wir unsere Feinde lieben, dann will er unser Herz vor Hass und Rache schützen, weil er weiß, wie zerstörerisch das ist. Wenn ich jemanden hasse, dann ist das so, wie wenn ich einen Becher Gift trinke und hoffe, dass der andere dann stirbt. In Wirklichkeit merkt der andere das gar nicht, aber ich zerstöre mein Leben. Und das soll nicht geschehen. Daher möchte Gott, dass unsere Liebe so stabil ist wie die Sonne, die über alle scheint, egal ob Gute oder Böse.

 

Er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten.

 

Wir erkennen, das kann nur die Gnade Gottes in uns erreichen. Aber wenn Jesus das sagt, dann will Gott uns das auch schenken. Die Vollkommenheit ist nicht nur ein Auftrag, sie ist auch ein Geschenk an uns, das Gott uns machen will. Öffnen wir uns für dieses Geschenk! Holen wir es uns ab bei unserem Vater im Himmel!

 

Gebet:

Jesus, danke, dass du uns die Vollkommenheit versprichst und schenken willst. Ich will, dass meine Liebe beständig ist, nicht abhängig von dem, was andere tun oder über mich denken. Ich will nicht mehr diesen Schwankungen unterworfen sein und immer Angst haben, was andere von mir denken oder sagen. Hilf mir, eine beständige Liebe zu allen Menschen zu entwickeln.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus Du sprichst nicht nur allein zu deinen Jüngern, sondern DU redest auch zu mir, wenn DU sagst: "Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen".

    Doch Herr, wie schnell geschieht das, dass ich in Gedanken, Worten und Werken sündige.

    Erbarme dich meiner, o Herr, erbarme dich, denn ich habe gesündigt vor Dir.

    Muttergottes, auf deine Fürsprache hin erbitte ich die Gnade des Lernens. Lass mich frühestmöglichst erkennen, wo sich meine Gedanken, Worten und Werken beginnen zu entarten, und nicht mehr dem Willen Gottes entsprechen.
    Denn nur mit deiner Hilfe und durch die Hilfe meines Schutzengel wird es mir möglich sein, dass "die Sonne der Gerechtigkeit" mein Herz erwärmt, und der Hass keine Chance in mir hat. Amen

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  2. Gott,du teilst nicht ein in Gut und Böse. Deine Liebe ist nicht eingegrenzt, sie ist für alle Menschen da. Deshalb kann auch ich niemanden von der Liebe ausschließen. Ich gebe jedem eine zweite Chance. Deshalb ist es für mich sehr wichtig für die Täter zu beten. Zunächst erfahre ich selber Heilung und der Andere bekommt die Chance zu seine Fehlern zu stehen und daraus zu lernen.
    Herr, was ich für mich erhoffe,dass man mir verzeiht, das wünsche ich auch jedem Menschen der in Sünde gefallen ist. Heiligstes Herz Jesu,bitte für mich und die Menschen die deiner Hilfe so sehr bedürfen. Deiner Liebe vertraue ich mich ganz an.

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