Donnerstag, 11. Juni 2020

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. (Joh 6,53)

FRONLEICHNAM

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,51-58

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt. 

Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. 

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. 

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 

Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.  (Joh 6,53)

 

Wie könnte man diese Worte Jesu anders verstehen, als dass sie auf die Eucharistie bezogen sind? Die Eucharistie ist der Mittelpunkt unseres Glaubens. Es ist nicht so, als ob der Glaube an Jesus zunächst ohne die Eucharistie möglich ist, und dann kann man, wenn man will, auch ab und zu mal die Messe feiern. Die Messe ist keine „nette Zugabe", sie ist die Essenz, das Wesentliche. Genauso wie man den Glauben nicht vom historischen Jesus von Nazaret trennen kann, so kann man ihn auch nicht von der Eucharistie trennen, von Jesus, der täglich im Fleisch, im Brot, in der Hostie zu uns kommt.

 

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

 

Wenn der Glaube verwässert wird, dann wird als erstes die Eucharistie verwässert. Heute (und schon seit Jahrzehnten) klingt das so: „Man muss ja nicht unbedingt zur Kirche gehen, um ein guter Christ zu sein." Die Wichtigkeit der Eucharistie wird heruntergespielt. Dazu wird darüber gestritten, wie regelmäßig man die Eucharistie empfangen soll. Die Katholische Kirche hat seit 2000 Jahren am Sonntagsgebot festgehalten. Dies wiederum ist verankert in der noch mal so langen jüdischen Tradition. Kann man wirklich leichtfertig andere Planungen wie z.B. Geburtstagsfeiern, Einladungen, Veranstaltungen oder Urlaubsreisen (oder einfach nur ein Fußballspiel im Fernsehen, das man nicht verpassen will) als Grund nehmen, sonntags nicht die Eucharistie zu feiern? Ich glaube, dass es 100% im Sinne Gottes ist, dass wir den Sonntag feiern. Damit bringen wir zum Ausdruck, dass Gott uns wichtig ist. Wenn wir am Sonntag andere Dinge planen, dann heißt das, das Gott nicht mehr wichtig ist in unserem Leben.

 

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

 

In Jahrhunderte langer Erfahrung über die Generationen hat die Katholische Kirche auch die geistige Kommunion kennengelernt, die allen Christen empfohlen wird, die nicht real kommunizieren können. In diesem Fall ist sie genauso viel wert, und man empfängt durch sie die gleichen Gnaden. Dazu kommt die eucharistische Anbetung, die einen immer größeren Stellenwert im Leben der Katholiken einnimmt. Damit verehren wir Jesus in der Eucharistie. Durch die Anbetung machen wir uns das große Geheimnis der Fleischwerdung Gottes in Jesus tiefer bewusst. Wir erleben, dass Jesus real bei uns ist, nicht nur geistiger Weise. Die Anbetung fördert in uns das Bewusstsein für die Eucharistie. Jeder Katholik sollte sich fragen, ob er nicht eine Gelegenheit zu regelmäßiger eucharistischer Anbetung finden kann.

 

Gebet:
Jesus, wir danken dir von ganzem Herzen für deine Gegenwart in der Eucharistie. Du bleibst auch leibhaftig bei uns, auch nach der Himmelfahrt. Danke Jesus. Ich bitte dich, hilf uns, die Wichtigkeit der Eucharistie neu wertzuschätzen, hilf den Christen, die lau geworden sind, einen neuen Anfang zu machen, lass unsere Eucharistiefeiern Orte der lebendigen Begegnung mit dir werden. Danke, dass wir wieder öffentlich – wenn auch unter Auflagen – Eucharistie feiern können. Gib, dass uns das nicht wieder weggenommen wird.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, du sagst: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Was für eine frohe Botschaft! Brauchen
    wir
    wirklich nicht mehr tun, als dein Fleisch und dein Blut in uns aufzunehmen, damit du bei uns bist und bleibst? Jesus, ich danke dir für deine Worte, für deine Liebe, für deinen Trost, für dein offenes Oh. Danke dass ich deine Nähe und der Eucharistie und in der Eucharistischen Anbetung immer wieder neu erfahren darf. Amen

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