Montag, 8. Juni 2020

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. (Mt 5,11)

10 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,1-12

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 

Dann begann er zu reden und lehrte sie. 

Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. 

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. 

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. 

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. 

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. 

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. 

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. 

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. 

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. 

Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

 

 

Tagesimpuls:

 

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.  (Mt 5,11)

 

Sobald man etwas macht, dass Jesus stärker präsent wird unter den Menschen, regt sich der Widerstand. Ich habe es immer wieder erlebt. Jedes Mal, wenn man etwas wirklich Gutes beginnt, hofft man auf den Erfolg, man hofft, dass es anerkannt und angenommen wird. Aber dann kommen die Widerstände, die Sache wird zerredet und schlecht gemacht. Ich denke inzwischen, das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass man etwas Gutes gemacht hat.

 

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

 

Was mich immer wieder belastet, ist nicht so sehr die Tatsache, dass Menschen schlecht reden. Schlimmer finde ich, dass sie dadurch andere verführen, sich den kirchlichen Angeboten nicht anzuschließen. Das Schlechtreden führt zu einer Stimmung, dass es Menschen großen Mut kostet, an kirchlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Dann wird gesagt: „Da gehst du hin?" Die meisten Menschen sind  nicht so selbstbewusst und gefestigt im Glauben, dass es ihnen nichts ausmacht, was die anderen denken. Und gerade die, die nicht so gefestigt sind im Glauben, will man ja erreichen. Aber gerade die sind auch besonders verführbar für das schlechte Reden. Dann schließen sie sich schnell der Gegenmeinung an: „Da geht man nicht hin!"

 

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

 

Wie viele Heilschancen werden durch dieses Schlechtreden verhindert! Es mag sein, dass es ein Zeichen ist, dass man auf dem richtigen Weg ist, es tut aber dennoch weh, erleben zu müssen, dass Menschen sich vom Weg mit Jesus abbringen lassen. Mich tröstet die Lektüre der Apostelgeschichte. Immer wieder konnte Paulus die Menschen von Jesus begeistern. Und jedes Mal rotteten sich Gegner zusammen, die sein Werk wieder zerstörten. Aber trotzdem hat das Evangelium seinen Lauf genommen, durch das Kreuz hindurch. Darauf vertraue auch ich. Das Evangelium wird seinen Lauf nehmen, und die Widerstände werden es nicht stoppen. Nach dem Kreuz kommt die Auferstehung. Jesus hat das letzte Wort.

 

Gebet:

Jesus, es belastet mich, dass der Glaube an dich immer wieder zerredet und schlecht gemacht wird. Es belastet mich, dass Menschen durch das schlechte Reden massiv davon abgehalten werden, wirklich gute Angebote wahrzunehmen, die sie näher zu dir bringen würden. Aber ich vertraue auf dich. Du wurdest verleumdet, du wurdest gekreuzigt, aber trotzdem hat sich dein Reich ausgebreitet. Und so wird es auch heute geschehen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, deine Bergpredigt, deine Seligpreisungen, sind für mich wie ein Quellgrund vieler Gnaden.
    Du sagst 8 x "selig die.." und
    1 x "selig seid ihr.." (also wir alle)
    Abschließend sagst DU: " freut euch...Euer Lohn wird im Himmel gross sein"
    Also, ich suche mir jetzt eine Seligpreisung aus, und um diese "Gnade" bitte ich.
    Denn ich will mich freuen auf das was da noch kommt, und mich nicht im Jetzt und Hier beklagen. Jesus, DU bist da, und dafür danke ich Dir.
    Amen

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  2. Jesus, deine Worte sind Zuverlässig und geben mir inneren Frieden. Oft habe ich in den letzten Tagen Angst, weil mir alles genommen wird. Es kommt was ganz anderes, was ich noch nicht durchschauen kann. Zurückhaltung ist angesagt. Da kann mir das Wort Gottes Hilfe sein: Selig, die arm sind vor Gott.
    Meine Sorgen kann ich in die Hände Gottes legen. Dann wird aus der vermeintlichen Niederlage Segen von Gott mir zuteil. Ich kann mich wieder freuen und anderen Menschen so Freude in Gott vermitteln.Jesus ich danke dir.

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