Samstag, 20. Juni 2020

Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht. (Mt 10,27)

 12 Sonntag im Jahreskreis

Evangelium                                                  Mt 10, 26–33

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
26Fürchtet euch nicht vor den Menschen!
Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird,
und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
27Was ich euch im Dunkeln sage,
davon redet im Licht,
und was man euch ins Ohr flüstert,
das verkündet auf den Dächern!
28Fürchtet euch nicht vor denen,
die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem,
der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!
29Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig?
Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde
ohne den Willen eures Vaters.
30Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
31Fürchtet euch also nicht!
Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
32Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt,
zu dem werde auch ich mich
vor meinem Vater im Himmel bekennen.
33Wer mich aber vor den Menschen verleugnet,
den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

 

Tagesimpuls:

 

Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht.  (Mt 10,27)

 

Bei einem Bibelgespräch erklärte jemand, wie er diesen Vers versteht. Jesus spricht zu unserem Herzen. Und das sollen wir offen und freimütig verkünden. So hatte ich diesen Vers bisher noch nie verstanden, aber ich finde diese Erklärung sehr schön. Wie anders könnte man es auch verstehen? Was könnte sonst mit „im Dunkeln" gemeint sein? Es ist in der Tiefe unseres Herzens, wo Jesus uns persönlich begegnet. Hier haben wir unsere eigene ganz persönliche Erfahrung mit ihm.

 

Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht.

 

Wir sollen freimütig reden. Damit machen wir uns verletzlich. Jesus hat selber auch freimütig geredet, und er ist auch viel angegriffen worden. Das erfordert Mut. Jemand hat gezählt, dass in der Bibel 365 Mal das Wort „Fürchte dich nicht!" steht. Ja, das ist es, was wir brauchen: Mut! Wir dürfen keine Angst haben. Es kann helfen, wenn man im Gebet sagt: „Im Namen Jesu widersage ich jeder Angst und jedem Geist der Angst!" Die Angst kann so mächtig werden in uns! Die Angst vor Ablehnung, die Angst, sich zu blamieren, die Angst, von den anderen verurteilt zu werden. All das hindert uns daran, freimütig von Jesus zu reden. Wir müssen das überwinden. Wir können nicht unser Leben lang Sklave dieser Ängste bleiben.

 

Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht.

 

Wir haben im heutigen Evangelium also diese beiden Aspekte: In der Stille unseres Herzens auf Jesus hören, und dann freimütig den Glauben an ihn bekennen!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass ich das Evangelium verstehe. Ich danke dir, dass ich verstehe, was damit gemeint ist, dass du zu mir im Dunkeln sprichst. Ich danke dir, dass ich eine persönliche Erfahrung mit dir habe. Ich bitte dich, dass du mir hilfst, meine Ängste und meine Feigheit noch mehr zu überwinden. Hilf mir, freimütig von dir zu reden, und von dem, was du mir ins Herz gelegt hast.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, bitte schenke mir die Gnade des Mutes, damit ich mich nicht zu fürchten brauche.
    Denn, auch wenn der Teufel immer wieder probiert mir Böses und Sündhaftes in mein Herz zu legen, und so "zu verstecken / ins Dunkel zu verstecken" dass ich es nicht erkenne, und womöglich mich selbst Jahre daran "ergötzte", so ist es der Heilige Geist, der mir Hilfe dass alles was verborgen ist - aufgedeckt wird.
    Danke für das Sakrament der Beichte, denn hier gelingt es mir, durch deine Liebe, Licht ins Dunkel zu lassen und das Verborgene hervorzuholen.
    Denn das tolle ist, Jesus, ich brauche mich nicht zu fürchten, denn DU bist da.
    Amen

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  2. Jesus, im heutigen Evangelium mach's du uns Mut dich im Alltag zu bekennen. Du legst es uns tief ins Herz, was wir sagen und leben sollen. Dir ist der Spatz wichtig, du bist ihm nahe, wenn er zur Erde fällt; wieviel mehr uns Menschen.
    Auch heute in der ersten Lesung, dort wo Gott den Propheten Jeremia den Untergang Jerusalems ankündigen lässt, wird Jeremia dafür gefoltert und fast gebrochen. Der Prophet führt im Gebet Gott seine Lage vor Augen; und dann stimmt er überrascht in seinem Innern,
    im Herzen, Gott ein Loblied an:
    Der Herr der Herrscharen prüft den Gerechten, er sieht Nieren und Herz. Ich werde dir den Rechtstreit anvertrauen.
    Singt dem Herrn, rühmt den Herrn, denn er rettet das Leben des Armen aus der Hand der Übeltäter.
    So kann auch ich dir alles überlassen. Führe und leite mich,du mein Herr und Gott. Amen

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