Montag, 12. Februar 2018

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer. (Mk 8,13)

06 Woche im Jahreskreis     Montag

 


Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 8,11-13.

In jener Zeit kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit Jesus; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen.
Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden.
Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

 

Tagesimpuls:

 

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer. (Mk 8,13)

 

Jesus antwortet den Pharisäern. Er führt Streitgespräche mit ihnen. Aber er biedert sich nicht an, er drängt sich nicht auf, er versucht nicht, sie zu überzeugen oder zu überreden. Er erkennt den Zeitpunkt, wo er sich zurückziehen kann, wo er sie verlassen kann. Man muss den Menschen ihre Freiheit lassen. Wer sich nicht überzeugen lassen will, den muss man frei lassen. Außerdem soll man seine eigene Zeit auch nicht mit sinnlosen Dingen verschwenden. Wenn etwas keinen Zweck hat, dann soll man es auch lassen.

 

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

 

Es ist gut, von Jesus zu lernen, dass es Augenblicke gibt, wo wir etwas loslassen müssen, wo es keinen Zweck hat, noch weiter zu machen. Wir können uns sehr für Menschen engagieren. Aber es gibt Menschen, denen können wir in diesem Augenblick nicht weiterhelfen. Wir können nicht jeden erreichen und wir können nicht jeden überzeugen. In solchen Fällen legen wir alles in die Hände Gottes. Er kann das, was wir nicht können.

 

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

 

Nehmen wir uns heute vor, nur das zu tun, was Gott will! Verschwenden wir nicht unsere Zeit mit zwecklosen Dingen oder Gesprächen! Das darf man nun nicht missverstehen. Wer heute Freizeit hat, soll seine Freizeit genießen. Das ist Gottes Wille. Es geht nicht darum, dass alles, was wir tun, immer effizient sein muss im Sinne eines Erwirtschaftens, Erarbeitens, eines Erfolgs. Wir brauchen genauso gut die Erholung wie wir die Arbeit brauchen. Wir sollen die Dinge oder Menschen loslassen und uns nicht sinnlos die Zähne an ihnen ausbeißen, wo wir merken, dass wir durch unsere Bemühungen nichts erreichen.

 

Gebet:

Jesus, ich will in deinem Willen leben. Ich will da nicht aufgeben, wo ich für dich wirken soll, ich will da loslassen, wo ich für dich nichts weiter erreichen kann. Hilf mir, immer zu erkennen, was dein Wille ist. Segne die Menschen, für die ich im Moment nichts tun kann, die keine Hilfe wollen, oder die keine Hilfe annehmen wollen oder können. Du hast Wege, sie zu erreichen, die ich nicht kenne. Ich lege sie in deine Hände.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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