Freitag, 16. Februar 2018

Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. (Mt 9,15)

Leider ist der Impuls bei vielen immer noch nicht eingegangen, daher sende ich ihn erneut. Diejenigen, die ihn schon erhalten haben, bitte ich um Verständnis für die doppelte Sendung. 


FREITAG NACH ASCHERMITTWOCH

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,14-15.

In jener Zeit kamen die Jünger Johannes' des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

 

Tagesimpuls:

 

Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.  (Mt 9,15)

 

Hier beschreibt Jesus, dass es verschiedene Zeiten gibt. Wir kennen auch einen Spruch von Theresa von Avila: „Wenn Fasten, dann Fasten, wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn." Für alles ist eine Zeit da. Jetzt ist die Fastenzeit. Jetzt betrachten wir das Leiden und Sterben Jesu. Der Bräutigam wird uns genommen. Ostern betrachten wir dann die Auferstehung, dass Jesus bei uns ist, in unserer Mitte. Natürlich ist es auch jetzt in unserer Mitte. Aber in den verschiedenen Zeiten betrachten wir verschiedene Aspekte von Jesus.

 

Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

 

Wir können die Fülle von Jesus nur erkennen, wenn wir immer wieder einzelne Aspekte von ihm betrachten. Das Fasten drückt unsere Sehnsucht nach seiner Nähe, nach seiner Hilfe aus. Wenn wir fasten, dann machen wir uns bewusst, dass wir Jesus noch nicht ganz gefunden haben, dass wir noch auf der Suche nach ihm sind, dass wir noch nicht heil sind, dass wir uns nach mehr Liebe und mehr Gnade von ihm sehnen.

 

Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

 

Die Gegenwart Gottes könnte stärker sein in unserem Leben. Das widerspricht nicht der Tatsache, dass wir schon in seiner Gegenwart leben und dafür sehr dankbar sind. Es ist vielmehr so: Je mehr wir in seiner Gegenwart leben, umso mehr leiden wir, dass wir noch nicht mehr mit ihm vereint sind. So wird das Fasten zum Ausdruck unserer Sehnsucht nach Mehr. Und tatsächlich machen wir die Erfahrung, dass uns das Fasten noch tiefer mit Gott verbindet. Durch das Fasten öffnen wir uns für besondere Gnaden.

 

Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

 

Jesus sieht voraus, dass seine Jünger fasten werden. Damit hat er auch uns gesehen. Er sieht uns, wie wir uns bemühen, seine Jünger zu sein. So segnet er uns heute in unserem Fasten, heute am ersten Freitag in der Fastenzeit.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass es so viele Wege gibt, dir näher zu kommen. Ein besonderer Weg ist das Fasten. Bitte hilf uns, dass wir uns nicht auf den Verzicht fokussieren, sondern auf die Begegnung mit dir. Uns geht es um das Mehr, nicht um das Weniger. Aber wir müssen unser Ego loslassen, damit wir mehr von dir empfangen. Hilf uns heute dabei.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

 

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