Samstag, 17. Februar 2018

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. (Mk1,12)

ERSTER FASTENSONNTAG

 

EVANGELIUM  

Mk 1, 12-15

 

In jener Zeit

12trieb der Geist Jesus in die Wüste.

13Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.

14Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes

15und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

 

 

Tagesimpuls:

 

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. (Mk1,12)

 

Bevor Jesus seinen öffentlichen Dienst beginnt, treibt der Heilige Geist ihn in die Wüste. Dass der Heilige Geist ihn „treibt", das klingt schon heftig. Die Führung durch den Heiligen Geist erlebt Jesus klar und machtvoll. Und er ist gehorsam, er tut, was der Heilige Geist ihm sagt.

 

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste.

 

Die Wüste, das ist erst einmal weg von den Menschen. Aber das heißt nicht, dass dort nichts und niemand wäre. Dort begegnet er der geistigen Welt. Jesus spürt also nicht nur den Heiligen Geist sehr deutlich, auch den Satan und seine Dämonen bekommt Jesus zu spüren. Das Evangelium will uns sagen: Es gibt diese geistige Welt, und der Umgang mit ihr ist mindestens so wichtig wie der Umgang mit den Menschen und mit der Schöpfung. Zu der geistigen Welt gehören auch die Engel, die Jesus dienen. Wir sehen, dass Jesus in der Wüste einen wichtigen Kampf kämpft. Er kämpft gegen den Teufel, er besiegt den Teufel, und damit macht er die Bahn frei für ein erfolgreiches Wirken unter den Menschen.

 

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste.

 

Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, wenn wir im Auftrag Jesu Menschen in Verbindung bringen wollen mit der Liebe Gottes, dann dürfen wir diese geistige Dimension nicht unterschätzen. Unsere Mission ist so stark wie unser Gebet. Auch wir müssen, bevor wir zu den Menschen gehen, erst in die Wüste gehen, ins Gebet, in die Einsamkeit, in die Begegnung mit der geistigen Welt. Dort werden wir vom Heiligen Geist geführt, wir werden hineingestellt in den geistigen Kampf gegen das Böse. Wir erfahren die Unterstützung der Engel. Und auf diese Weise öffnen wir die Türen der Herzen, so dass die Menschen Jesus einlassen können. Wenn wir mit rein menschlichen Mitteln in der Kirche für die Menschen wirken wollen, dann wird das keinen nachhaltigen Erfolg haben. Alles, was wir unternehmen, kann nur dann fruchten, wenn wir wie Jesus vorher ins Gebet gegangen sind, in die Wüste, auch in das Fasten, dort wo wir die direkte Begegnung mit Gott suchen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für dein Vorbild. Du bist nicht gleich auf die Menschen zugegangen, du hast deine Mission vorbereitet im Gebet, in der Wüste, im Fasten, in der Begegnung mit der geistigen Welt. Du hast uns gezeigt, dass hier der eigentliche Sieg erfochten wird. Dadurch konntest du mit großer Vollmacht unter den Menschen wirken. Hilf uns und deiner Kirche, das wieder neu zu beherzigen. Lass uns wieder mehr eine betende Kirche werden. Wir wollen oft in die Wüste gehen, in die direkte Begegnung mit dir. Stärke uns besonders jetzt in der Fastenzeit. Gib, dass unser Beten und Fasten starke Früchte bringen wird.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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