Samstag, 6. Februar 2021

Und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten. (Mk 1,34)

05 Sonntag im Jahreskreis  

Evangelium                                                                                               Mk 1, 29–39

In jener Zeit
29ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes
in das Haus des Simon und Andreas.
30Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
31und er ging zu ihr,
fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
32Am Abend, als die Sonne untergegangen war,
brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
33Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
34und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten,
und trieb viele Dämonen aus.
Und er verbot den Dämonen zu sagen,
dass sie wussten, wer er war.
35In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf
und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
36Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
37und als sie ihn fanden,
sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
38Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen,
in die benachbarten Dörfer,
damit ich auch dort verkünde;
denn dazu bin ich gekommen.
39Und er zog durch ganz Galiläa,
verkündete in ihren Synagogen
und trieb die Dämonen aus.

 

Tagesimpuls:

 

Und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten. (Mk 1,34)

 

Jesus hat viele Menschen geheilt und viele Wunder gewirkt. In den Lebensgeschichten der Heiligen finden wir das wieder. Auch sie haben Wunder gewirkt. Ich sehe darin einen Maßstab für authentisches Christentum. Es gibt aber Menschen, die sind stolz. Die sagen: „Alles, was ich selber weiß und kann und praktiziere, ist wichtig. Und wer das nicht so sieht und praktiziert, ist kein guter Christ. Aber alles, was ich selber (noch) nicht kenne oder erlebt habe, was ich nicht praktiziere, das ist unwichtig. Das muss man nicht haben, um ein Christ zu sein." Also macht dieser stolze Mensch sich selbst und seine Lebenserfahrung zum Maßstab. Ich dagegen möchte die Bibel und das Leben der Heiligen zum Maßstab machen. Wenn Jesus und die Heiligen Wunder gewirkt haben, dann muss das richtig sein, dann ist das der Maßstab. Und wenn ich das nicht erlebe, dann ist das eine Anfrage an meinen Glauben, mein Glaube muss dann noch wachsen. Jemand sagte einmal: „Wir brauchen in unserer Kirche eine Kultur des Übernatürlichen". Damit ist gemeint, dass es normal werden muss, dass wir von Wundern erzählen, dass wir an Wunder glauben, dass wir mit Wundern rechnen.

 

Und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten.

 

Jesus und die Heiligen haben auch das Kreuz getragen. Viele waren Märtyrer. In Jesus und den Heiligen ist das gar kein Gegensatz. Und wir dürfen hier auch keinen Gegensatz konstruieren. Wir alle müssen das Kreuz tragen. Aber dennoch können wir Wunder erleben. Wir rechnen mit Heilungen und Befreiungen, weil Jesus auch geheilt und befreit hat. Trotzdem wird es Lebensbereiche geben, wo wir Leid nicht lindern können und das Kreuz tragen müssen. An unserem Leben und im Leben der Gemeinde wird beides sichtbar: Das Kreuz und die Auferstehung. Und für beides gibt es Zeiten. Während einer das Kreuz tragt, erlebt der andere Zeichen der Auferstehung. Und in einem Jahr kann es genau umgekehrt sein. Im Leib Christi wie in unserem persönlichen Leben wird es immer beides geben: Teilhabe am Kreuz und an der Auferstehung.

 

Gebet:

Jesus, du hast viele Menschen geheilt. Wir erleben das noch zu wenig in unseren Gemeinden. Vielleicht beten wir zu wenig, vielleicht glauben wir zu wenig. Jesus, wir wollen uns nicht zufrieden geben mit der Situation des Unglaubens. Jesus, wir sehnen uns nach einem stärkeren Glauben, wir sehnen uns nach deinen Heilszeichen, nach Heilungen und Wundern. Bitte hilf uns, im Glauben zu wachsen, so dass wir wie die Heiligen übernatürliche Dinge erleben werden.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, ich danke DIR !  DU vertreibst nicht nur Geister,  sondern auch alles was nicht von Gott kommt. Herr schenke mir / uns die Gnade des "tieferen Zuhörens".
    Ich bitte um Entschuldigung,  wenn ich manchmal nur "oberflächlich" zugehört habe, ohne dabei mein Herz aufnahmefähig zu halten. Herr, DU bist nicht nur Herr, über die Dämonen sondern auch über das Fieber...und für mich auch - Herr über das Virus !! weil DU Herr über "alles" bist.
    Deshalb komme auch ich zu DIR, wenn die Sonne untergegangen ist,  ( komme ich  zur Hl.Messe) und möchte mich von DIR heilen lassen!!
    Herr Jesus, bitte erlaube mir von Deiner mir geschenkten Heilung zu sprechen. Denn es  ist ja so, dass DU den Dämonen verbietest zu sagen wer DU bist. Darum bitte ich DICH,  dein "göttliches Geheimnis Christus"  erzählen zu dürfen.
    Herr, mach mich zu einem Tempel deiner Liebe. Amen

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