Donnerstag, 18. Februar 2021

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. (Lk 9,23)

Woche nach Aschermittwoch    Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 9,22-25

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen. 

Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. 

Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. 

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.  (Lk 9,23)

 

In der Fastenzeit sind wir aufgerufen, das Weltliche hintanzustellen und mehr das Himmlische zu suchen: Jesus, das Reich Gottes, seine Liebe, die Sakramente, die Heilige Schrift, das Gebet. Sich verleugnen, das verstehe ich so, dass man die weltlichen Bedürfnisse und Freuden zurückstellt, um mehr Jesus zu suchen. Das Kreuz aufnehmen, das verstehe ich so, dass man die Kreuze und Schwierigkeiten, die täglich auf einen zukommen, annimmt und davor nicht wegläuft.

 

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

 

Wir haben also zwei Aspekte: Das Sich-Verleugnen und das Annehmen des Kreuzes. Der erste ist eher aktiv, der zweite eher passiv. Zum ersten passt, dass wir Fastenopfer bringen in dieser Zeit, freiwilliges Verzichten. Das Annehmen des Kreuzes ist unfreiwillig, das sind die Dinge, die sowieso auf uns zukommen. Hierin gibt es aber auch ein freiwilliges Moment: Wie ich mit den Problemen umgehe. Ich kann vor ihnen weglaufen, ich kann sie womöglich auf andere abschieben, oder ich kann mich ihnen stellen. Wenn mich z.B. jemand ärgert, kann ich aktiv das Gespräch mit ihm suchen, dann habe ich in diesem Fall das Kreuz auf mich genommen. Und so etwas kommt ja fast täglich vor.

 

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

 

Am zweiten Tag der Fastenzeit werden wir also durch das Evangelium erinnert, diese Zeit wirklich als Bußzeit zu leben. Gott wird uns die Gnade schenken. Und denken wir daran: Wir sollen kein finsteres Gesicht machen, und alles wird uns stärken.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für diese besondere Gnadenzeit. Hilf mir heute, mich und meine Bedürfnisse zu verleugnen. Hilf mir, die Kreuze anzunehmen, die du mir heute schickst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus,  zu Beginn der  Fastenzeit, lese ich heute die Lesung und das Evangelium.  Zum einen lese ich " ...Wenn du aber dein Herz anwendest und nicht hörst..."  zum anderen lese ich " Wer mein Jünger sein will...!" 

    Und genau dieses "will" ( dein Wille )  soll mein Leitfaden sein.
    Damit ich mich "abwenden kann" und "dein Jünger sein will" ( ja, ich will )  bitte ich dich Hl.Geist, du Liebe des Vaters und Sohnes, schenke mir die Gnadengabe der "bereitwilligen Umkehr". 
    Nur in der "totalen Abkehr  gegenüber meinen eigenen Wille, und indem ich mein "Ego" mit einem Mühlstein in den tiefsten Abgrund werfe, kann ich frei den Weg DEINER NACHFOLGE beschreiten und mein TAGESKREUZ auf mich nehmen. 

    Komm herab o Hl.Geist,  ....Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehen kann nichts heil sein noch gesund.
    Amen

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