Montag, 15. Februar 2021

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer. (Mt 8,13)

06 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 8,11-13

In jener Zeit kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit Jesus; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. 

Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden. 

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

 

 

Tagesimpuls:

 

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.  (Mt 8,13)

 

Jesus handelt nicht nach einem festen Schema. Es gibt Situationen, da führt er lange Streitgespräche mit seinen Gegnern. Einmal zweifelt er sogar selber daran, ob es noch Sinn hat: „Warum rede ich überhaupt noch mit euch?" (Joh 8,25) Und hier bricht Jesus das Gespräch sofort ab und geht sogar weit weg. Hat er hier keine Geduld mit diesen Menschen? Oder ist es, weil er in die Herzen sehen kann und erkennt, wann es – auch gegen allen Anschein – Sinn macht, mit den Menschen zu reden, und wann es keinen Zweck hat, weil die Menschen einfach keinen Funken Offenheit haben?

 

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

 

Wir lernen für uns, dass wir zwar bestimmte Kriterien, aber auch keine feste Regel haben können. Wir müssen vieles intuitiv entscheiden, auf die Führung des Heiligen Geistes vertrauen. Es kann sein, dass es wichtig ist, sich Zeit für einen Menschen zu nehmen, auch wenn er mich angreift und einen gegenteiligen Standpunkt vertritt. Es kann wichtig sein, mit Liebe diese Streitgespräche zu führen, weil man dem anderen damit irgendwie weiterhilft, auch wenn es nicht diesen Anschein hat. Aber es kann auch in bestimmten Fällen richtig sein, das Gespräch abzubrechen, wegzugehen, dem Streit aus dem Weg zu gehen. Wie können wir das entscheiden? Wir müssen versuchen, in Liebe diese Entscheidung zu treffen. Wir müssen uns fragen: Was ist für den anderen jetzt besser? Würde er sich nur noch mehr verhärten? Oder würden wir ihm eine wichtige Hilfe zum Nachdenken geben, auch wenn er es im Moment nicht zugeben kann, dass ihm unsere Worte zu denken gegeben haben?

 

Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

 

Wie in vielen Fällen, gibt Gott uns zwar Gebote und Maßstäbe, aber das Gebot der Stunde können wir nur intuitiv im Augenblick erkennen. Hier brauchen wir die Führung des Heiligen Geistes, und hier wird es einen großen Unterschied machen, ob wir uns am Morgen im Gebet für diese Führung geöffnet haben oder nicht. Am besten ist, wenn wir insgesamt den ganzen Tag über in einer Haltung der Offenheit für diese Führung leben. Das kann nur dann geschehen, wenn wir Zeit nehmen für die Beziehung zu Gott, wenn wir unser Herz immer wieder auf seine Nähe einstimmen. Dann kann er uns in wichtigen Situationen führen durch unsere Intuition, evtl. auch durch innere Entsprechungen, oder durch die innere Erfahrung von Frieden und Freude.

 

Gebet:

Jesus, heute Morgen bin ich bei dir. Ich will mich für dich öffnen. Bitte hilf mir, für dich verfügbar zu sein. Führe mich an diesem Tag durch deinen Heiligen Geist, dass ich in den Momenten erkenne, wie ich mich am besten verhalte.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus,  mir kommt der Gedanke; "was geht denn da ab.. "  mit welcher Arroganz und mit welcher Dreistheit  wenden sich diese Pharisäer an DICH.  Du hast schon soviel Zeichen gewirkt,  und man erkennt es nicht.  Im Gegenteil, man tritt vor dich hin, und bestellt auf "Knopfdruck" ein Zeichen vom Himmel.
    Ich vergleiche das mal mit " Amazon"...
    Ich bestelle mir ein "Paket Wunder"  und dann warte ich mal ab, was da so kommt!
    -  so geht's natürlich nicht !!

    JESUS, DU wirkst täglich so viele Wunder in meinem Leben,  dass ich DIR nicht genug dafür danken kann.
    JESUS, auch heute Morgen, bin ich in Freude aufgewacht- Danke für dieses Wunder! Ich habe den besten Ehepartner- Danke für dieses Wunder!  Wir haben gesunde Kinder, danke für dieses Wunder. Wir haben zu Essen und zu Trinken, ein zu Hause, leben in Frieden...Danke für diese Wunder.  DU schenkst uns soviel Zeichen.
    Du  sagst auch,  "Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe verschaffen" ... DANKE dafür, dass ich / wir  beten (zu DIR sprechen )können . Danke das wir täglich im Fernsehen  die Hl.Messe feiern dürfen... Danke für unsere Gesundheit,  danke dafür, dass Du mir / uns immer wieder die Kraft gibst - auch in dieser besonderen Zeit  der Pandemie - unsere alltäglichen Aufgaben zu erfüllen.

    Hl.Schutzengel ich bitte dich,  halte mich in allem was mir widerfährt in der Dankbarkeit gegenüber meinem Herrn und Gott. Amen

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