Donnerstag, 25. Februar 2021

Bittet, dann wird euch gegeben. (Mt 7,7)

01 Woche der Fastenzeit    Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 7,7-12

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. 

Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. 

Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, 

oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? 

Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten. 

Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Bittet, dann wird euch gegeben.  (Mt 7,7)

 

Dieses Wort Jesu erinnert uns daran, dass wir nichts aus eigener Kraft können. Wir sollen bitten. Ohne die Hilfe Gottes können wir z.B. keine Fastenvorsätze einhalten. Was wir tun können, ist – wenn man es mit einem Auto vergleichen würde – das Lenken. Aber wir selber haben keinen Motor. Die Kraft muss von Jesus kommen. Wenn seine Kraft da ist, dann ist unsere Aufgabe, in die richtige Richtung zu lenken. Deswegen müssen wir in allem bitten, damit unsere Kraft nicht ausgeht.

 

Bittet, dann wird euch gegeben.

 

Viele sagen, Lob und Anbetung seien die höchsten Formen des Gebets. Aber trotzdem fordert uns Jesus zum Bitten auf. Was Jesus sagt, ist unser Maßstab. Wenn er sagt, dass wir bitten sollen, dann sollen wir bitten. Zusätzlich werden wir sicher auch danken, loben und anbeten. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass das Bitten sein Auftrag für uns ist.

 

Bittet, dann wird euch gegeben.

 

Manche denken, das Bitten sei egoistisch. Das kann so sein, muss aber nicht so sein. Es kommt darauf an, was ich erbitte. Ich kann für meine Anliegen bitten, ich kann aber auch im Sinne Jesu bitten, in den Anliegen, die er mir aufs Herz legt. Das Beste ist, wenn wir versuchen, in Übereinstimmung mit Jesus zu bitten. Aber wir dürfen und sollen auch unsere eigenen Wünsche sagen, denn wir sind Kinder Gottes. Gott will uns in allem zu spüren geben, dass er uns liebt, auch indem er uns gute Gaben schenkt. Diese Gelegenheit sollten wir ihm nicht ausschlagen. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie einem Kind etwas schenken wollen, und das Kind meint, es sei jetzt schon groß und will keine Geschenke mehr von ihnen? Das Schenken und Beschenkt-Werden ist Ausdruck unserer Liebesbeziehung mit Gott. Es soll immer dazugehören, dass Gott seinen geliebten Kindern Geschenke macht.

 

Gebet:

Jesus, ich will deiner Aufforderung entsprechen und dich bitten. Ich will unseren himmlischen Vater in deinem Namen bitten. Danke, dass ich ein geliebtes Kind Gottes sein darf. So will ich immer um seine guten Gaben bitten, und ich will immer offen dafür bleiben, dass er mich beschenken darf.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus  im Buch Ester 4,17ff lese ich, dass  sie in Angst und Not Zuflucht sucht bei Dir - mein Gott. Die persische Königin, sie betet, und ruft zu Dir. Die Königin betet zu DIR unseren einzigen Gott, und sie erzählt von ihrer Not und der Not des jüdischen Volkes Israel. 
    (erinnert mich an unsere eigene dt. geschichtliche Vergangenheit)

    Doch DU  GOTT, erhörst ihre Bitten und bist ihr nahe,  nicht nur ihr, sondern auch  dem ganzen jüdischen Volk und lässt Gnaden fließen.
    Jesus, - und DU sagst auch mir, bittet dann wird dir (euch) gegeben....
    Jesus, ich glaube deinem Wort.
    Doch damit ich dies (bitten, suchen, anklopfen) in aufrichtiger Ehrlichkeit und Wahrheit tue, bedarf ich - da ich ein sündigen Menschen bin - immerwieder der Gnade des Hl.Geistes. Denn ohne "klare Eingebung" des Hl.Geistes bin ich "nichts" , bringe ich "nichts"  aus mir selbst hervor...denn alles was ich bin, bin ich durch DICH.


    🎼  (Gotteslob Nr. 759)

    „Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt,
    weil ich so vieles falsch gemacht.
    Wenn Menschen nicht verzeihen können, nimm du mich an trotz aller Schuld.

    Tu meinen Mund auf, dich zu loben
    und gib mir deinen neuen Geist.“

    Uns ist das Heil durch dich gegeben,
    denn du warst ganz für andere da.
    An dir muss ich mein Leben messen,
    doch oft setz ich allein das Maß.

    Tu meinen Mund auf, dich zu loben
    und gib mir deinen neuen Geist.“

    Gib mir den Mut, mich selbst zu kennen,
    mach mich bereit zu neuem Tun.
    Und reiß mich aus den alten Gleisen;
    Ich glaube, Herr, dann wird es gut.

    Tu meinen Mund auf, dich zu loben
    und gib mir deinen neuen Geist.“

    Denn wenn du ja sagst, kann ich leben;
    stehst du zu mir, dann kann ich gehen,
    dann kann ich neue Lieder singen
    und selbst ein Lied für andere sein.

    Tu meinen Mund auf, dich zu loben
    und gib mir deinen neuen Geist.“

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