Donnerstag, 4. Februar 2021

Er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen. (Mk 6,8)

04 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

 

 

EVANGELIUM

Mk 6, 7-13

 

In jener Zeit

7rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben,

8und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel,

9kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.

10Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst.

11Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.

12Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf.

13Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

 

 

Tagesimpuls:

 

Er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen.  (Mk 6,8)

 

Um Jesus zu verkünden und die bösen Geister auszutreiben, brauchen wir keine Ausrüstung. Es wäre gar nicht gut, wenn wir uns um eine gute Ausrüstung kümmern müssten. Dann müsste man sich Sorgen machen, ob die Ausrüstung auch gut genug ist. Aber um solche Fragen sollen wir uns gar nicht kümmern. Wenn wir so sind, wie wir sind, dann ist es genug. Wir sollen uns auf nichts anderes verlassen als auf Gott selber, der durch uns wirken will.

 

Er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen.

 

Es ist bemerkenswert, dass der erste Auftrag bei der ersten Aussendung darin besteht, Dämonen auszutreiben. Das wirft Fragen auf. Waren die Dämonen denn damals so sichtbar? Ließen sie sich so schnell ausfindig machen? Wie ist es heute? Die Auswirkungen der Dämonen sind sehr sichtbar in der Welt, alles Böse, was geschieht. Die Dämonen selber sind nicht sichtbar. Aber wie können wir die Dämonen austreiben? Meine Erfahrung ist: Wenn wir intensiv und vollmächtig Jesus verkünden, sei es nach innen in der Kirche oder nach außen in die Welt hinein, dann kommen Menschen auf uns zu, die sich von Dämonen belastet fühlen, und dann können wir mit ihnen beten. Wir sollen also in erster Linie Jesus verkünden. Wenn wir im Gottesdienst Jesus verkünden, dann sprechen wir in die sichtbare und in die unsichtbare Welt hinein. Wir schrecken damit sozusagen die Dämonen auf. Ähnliches geschieht, wenn wir den Rosenkranz beten, besonders in Gemeinschaft. Kurz, wenn wir Jesus in die Mitte rufen, wenn er stark wird unter uns, dann müssen die Dämonen fliehen. Und wie gesagt, in Einzelfällen kommen Menschen dann auf uns zu, mit denen wir beten können.

 

Er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen.

 

Das alles muss uns keine Angst machen. Wir brauchen nichts weiter als uns selbst und Jesus. Wir müssen keine Vorbedingungen erfüllen. Die Jünger waren Jesus nachgefolgt und hatten alles liegen gelassen. Sie hatten nichts, und genau so war es gut. Also brauchen auch wir nichts, außer Gottvertrauen. So wie wir sind, sind wir gut.

 

Gebet:

Jesus, ich kann keine Dämonen austreiben. Aber ich vertraue auf dich. Ich werde immer auf dich vertrauen, du machst alles. Ich bin bereit, mit dir zusammenzuwirken und das zu tun, was du mir sagst. So werden wir gemeinsam das Böse vertreiben und vielen Menschen helfen, frei zu werden von ihren Belastungen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, DU sendest nicht nur deine Jünger zu zweit, sondern auch einen jeden Menschen.
    Und wenn wir "gehen" dann sollen wir nichts bei uns haben - nur Sandalen an den Füßen. (So bist auch DU gezogen, bekleidet mit einem Gewand und Sandalen an deinen Füßen )
    Doch -ich?  O Herr, verzeih wo ich nur an "mich gedacht" habe und bewahre mich davor, dass ich nochmal zurückfalle in alte Verhaltensmuster, die nicht deckungsgleich mit DEINEM AUFTRAG und mit DEINER BITTE sind,

    .... Beruf, Beruf, Beruf, Wohlstand, nebenberuflich tätig - im Internet vertreten, hier und da ein Ehrenamt, dann meine Familie - dich DU und Dein Wort - das lief nur so am Rande mit.
    Doch all dies entspricht nicht das was DU von mir wünschst  - die Gottesliebe !! und ohne "Angst" zurechtzukommen.

    JESUS  ich DANKE ! das DU in mir "präsent" bist, JESUS first,  - und in mir das Gottvertrauen aufkeimen und wachsen lässt.
    Deshalb bin ich in Freude darüber, dass auch ich "heute", zu zweit meine tgl. Arbeiten verrichte...Du mit mir, ich mit DIR - Jesus ! AMEN

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