Mittwoch, 24. Februar 2021

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. (Joh 15,15)

Heiliger Matthias    Apostel

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 15,9-17

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! 

Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. 

Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. 

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. 

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. 

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. 

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. 

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. 

Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

 

 

Tagesimpuls:

 

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut.   (Joh 15,15)

 

Jesus möchte, dass wir alles freiwillig tun, aus Einsicht, nicht als Pflicht. Wenn ich in der Haltung lebe, „ich muss fasten, ich muss zur Messe gehen usw.", dann tue ich das nur aus Pflicht, weil es Tradition ist, weil ich glaube, dass Gott es von mir verlangt. Wir sollen aber alles aus Einsicht tun. Er hat uns alles mitgeteilt, alles erklärt. Wir sind seine Freunde, nicht seine Diener. Wir sollen uns mit allem genauso identifizieren wie er selber. Wenn z.B. ein selbständiger Unternehmer zur Arbeit geht, dann macht er das für sich, aus Einsicht, nicht weil ein anderer es ihm sagt. Er selber will, dass seine Firma Erfolg hat. Und so sollen wir alles, was wir als Christen tun, aus Einsicht und freiwillig tun.

 

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. 

 

Als Freunde von Jesus identifizieren wir uns voll und ganz mit dem, was Jesus will. Wir machen uns das zu eigen, sozusagen wie ein gleichberechtigter Teilhaber an der Firma. Wir machen alles mit Jesus gemeinsam. Wenn ich z.B. bete, dann sehe ich, dass Jesus zum Vater betet. Ich frage ihn, wofür wir jetzt beten sollen, dann bete ich mit ihm für dasselbe Anliegen. Oder Jesus dankt dem Vater. Dann schließe ich mich seinem Dank an. Je mehr das eingespielt ist, umso eher wird es möglich, dass Jesus sich auch meinen Anliegen anschließt, und dann kann es geschehen, dass sich der letzte Satz dieses Abschnittes erfüllt: „Dann wird euch der Vater alles geben…"

 

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. 

 

Wenn sich in unser geistliches Leben die Haltung des Knechtes und der Pflichterfüllung eingeschlichen hat, dann nehmen wir dieses Evangelium als Anstoß, jetzt wieder in die Freundschaft zurückzukehren! Wir wollen alles mit Jesus gemeinsam machen, auf Augenhöhe. Das bietet er uns an. Er will keine Sklaven, er will keine Marionetten, er will echte Freunde.

 

Gebet:

Jesus, ich will heute alles mit dir gemeinsam machen. Du willst mir am liebsten alles mitteilen, du willst mir dein Herz ganz öffnen. Bitte hilf mir, auch mein Herz zu öffnen, dass ich ein offenes Ohr habe für alles, was du mit mir teilen willst. Hilf mir heute, wirklich Interesse an deinen Anliegen zu zeigen. Hilf mir, ausreichend Zeit zu finden, um dir zuzuhören, damit du mir wenigstens einiges mitteilen kannst, damit unsere Freundschaft wächst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Mein Herr und Gott, ich danke DIR für diese Morgen. Ich danke Dir, dass Du mir einen Schutzengel zur Seite stellst, damit ich sicheren Fusses den Weg Deiner Gebote gehen darf. Ich bitte DICH um die Gnade des Hl.Geistes dass ich Dir im Glauben treu bleibe, damit DU mich dereinst einmal "Freund" nennen wirst. Amen

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