Freitag, 7. August 2020

Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. (Mt 16,25)

18 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 16,24-28

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. 

Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. 

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? 

Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen. 

Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.  (Mt 16,25)

 

Manchmal entscheide ich mich, etwas zu tun, was ich eigentlich nicht so gerne will, aber ich tue es dann für andere, und ich meine, ich würde es um Jesu willen tun. Ehrlich gesagt bin ich mir aber oft nicht sicher, ob das richtig ist. Wenn ich immer so handeln würde, dann würde ich gar keine Zeit mehr für mich und für das Gebet haben. Ich bin so sicher, dass es enorm wichtig ist, genug Zeit für das Gebet zu finden. Aber andererseits will ich auch nicht egoistisch sein, ich will ja nicht nur für mich leben, ich will ja auch für die Menschen da sein. Jesus hat sich auch immer wieder stören lassen. Andererseits hat er auch viel Zeit für das Gebet gefunden.

 

Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

 

Ich weiß echt nicht, ob ich es immer richtig entscheide. Aber ich hoffe sehr, dass Jesus den guten Willen sieht. Wenn ich mich dafür entscheide, etwas zu tun, was die Menschen von mir wollen, dann ist es gewiss aus Liebe zu ihm. Mein Motiv dabei ist, dass ich dieses Wort leben will. Ich will mein Leben, meine Pläne, verlieren um seinetwillen.

 

Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

 

Ich will nicht den Eindruck erwecken, dass ich so besonders selbstlos wäre. Aber manchmal denke und handle ich so. Wahrscheinlich haben die meisten Leser ganz andere, viel treffendere Beispiele, wo sie ihr Leben um Jesu willen verlieren, oder sogar verlieren müssen. Ich lade Sie ein, darüber nachzudenken. Und was immer es ist, dass Sie es Jesus dann gern schenken. Und wenn es Ihnen so geht wie mir, dass Sie sich gar nicht immer sicher sind, was überhaupt das Richtige ist, dann legen wir es in Jesu Hände, beten zu ihm, dass er uns in der jeweiligen Situation Klarheit schenkt, und wenn wir keine Klarheit bekommen, dass wir nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden und vertrauen, dass Jesus sich über unseren guten Willen freut.

 

Gebet:

Jesus, es ist gewiss nicht sehr häufig, dass ich mein Leben um deinetwillen verliere. Allzu oft geht es mir doch um meinen Willen, um meine Bequemlichkeit, um meine Ziele. Aber manchmal handle ich auch so wie oben beschrieben. Ich bitte dich, dass du mir hilfst, auf diesem Weg weiterzugehen, dass ich einmal an das Ziel komme, das Paulus beschreibt: „Nicht mehr ich lebe, sondern Jesus lebt in mir."

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. O Jungfrau und Mutter Jesu, Gottesmutter, nimm mich und geleite mich zum "Allerheiligsten Herzen Jesu" damit ich erkennen und begreifen darf, was es ausmacht, - sein Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus nachzufolgen.
    Amen

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  2. Jesus, im Alltag ist oft nicht so leicht, zu entscheiden was ist nun dein Wille und was mache ich für mich, um meine Vorstellung zu verwirklichen.
    Je Älter man wird, werden rein berufliche Grenzen gesetzt, die zu akzeptieren oft nicht leicht sind. Hier liegt für mich eine große Chance, wirklich Jesus im Alltag nachzufolgen. Ich habe ein wenig gelernt, durch das Gebet, diese leeren Zeiten zu füllen. Hierzu gehört die Stille und das Schweigen, um dass wahrnehmen zu können, was mich tiefer mit dir, Jesus, verbindet.
    Dazu schenke mir deinen heiligen Geist, der mich führt und leitet. Amen!

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