Samstag, 22. August 2020

Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. (Mt 16,18)

 21 Sonntag im Jahreskreis

Evangelium                                                                                               Mt 16, 13–20

In jener Zeit,
13 als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa Philíppi kam,
fragte er seine Jünger und sprach:
Für wen halten die Menschen den Menschensohn?
14Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer,
andere für Elíja,
wieder andere für Jeremía oder sonst einen Propheten.
15Da sagte er zu ihnen: Ihr aber,
für wen haltet ihr mich?
16Simon Petrus antwortete und sprach:
Du bist der Christus,
der Sohn des lebendigen Gottes!
17Jesus antwortete und sagte zu ihm:
Selig bist du, Simon Barjóna;
denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart,
sondern mein Vater im Himmel.
18Ich aber sage dir:
Du bist Petrus – der Fels –
und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen
und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
19Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben;
was du auf Erden binden wirst,
das wird im Himmel gebunden sein,
und was du auf Erden lösen wirst,
das wird im Himmel gelöst sein.
20Dann befahl er den Jüngern,
niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

 

Tagesimpuls:

 

Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.  (Mt 16,18)

 

Im Moment zieht wieder ein Geist der Rebellion durch unser Land. Rebellion gegen die Autorität, gegen das Amt des Priesters, Rebellion gegen die Struktur der Kirche. Aber Jesus hat versprochen: Die Pforten der Unterwelt werden die Kirche nicht zerstören. Es ist nur wichtig, dass wir uns nicht beirren lassen. Jesus hat kein demokratisches Gremium eingesetzt. Ein demokratisches Gremium ist vollkommen passend für einen Verein, für einen Club. Es ist vermutlich auch das Beste für einen Staat, für eine Gesellschaft. Aber es ist unpassend für die Kirche. Es kommt immer auf die Art der Gemeinschaft und auf ihren Zweck an, welche Organisationsform die beste ist.

 

Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.

 

Eine Mutter sagte einmal ihrer heranwachsenden Tochter: „Eine Familie ist keine Demokratie." Eltern haben über ihre Kinder zu bestimmen, das ist so, und das ist richtig so. Man kann nicht pauschal davon ausgehen, dass alle Eltern ihre Macht missbrauchen, auch wenn es mitunter schlechte Eltern gibt. Aber normalerweise gebrauchen die Eltern ihre Vollmacht zur Erziehung zum Wohl der Kinder. Und so sollte es mit jedem sein, der eine Leitungsposition hat. Die Leitung ist bestimmt zu Wohl aller, der einzelnen und der Gemeinschaft. Man kann nicht pauschal davon ausgehen, dass jede Leitung korrupt wäre und ihre Macht zum eigenen Vorteil missbraucht.

 

Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.

 

In der Kirche wird das Weiheamt durch Berufung weitergegeben, nicht durch demokratische Wahl. Jesus setzt Petrus und die Apostel ein. Diese wiederum berufen Nachfolger und legen ihnen die Hände auf. Und diese wiederum haben Nachfolger berufen bis auf den heutigen Tag. Dies dient der Weitergabe des echten Glaubens an Jesus. Natürlich bleiben auch die geweihten Amtsträger fehlerhafte und sündige Menschen. Aber Jesus hat vorgesehen, dass dies die bestmögliche Struktur für seine Kirche ist. Darauf dürfen wir vertrauen. Es ist seine Entscheidung. Er hat die Kirche so gewollt.

 

Gebet:

Jesus, heute beten wir besonders für den Papst, den Nachfolger des Heiligen Petrus, und für die Bischöfe, Priester und Diakone. Lass sie feststehen im wahren Glauben. Bewahre sie davor, ihre Ämter zu missbrauchen. Hilf uns, standhaft zu bleiben gegen den Zeitgeist der Rebellion, der die Struktur der Kirche verändern will.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, im heutigen Evangelium stellst du mir die Frage: du aber, für wen hältst du mich? Du bist der Sohn Gottes, in dir hat sich Gott offenbart. Mir bleibt nur eine Antwort: der angemessene Lobpreis der Größe Gottes. Die Kontemplation im Alltag durch den Namen Jesus Christus.
    Dieser Glaube ist ein Geschenk von Gott. Aus mir heraus habe ich das nicht, sondern die Liebe des Vaters hat ihn mir geschenkt. Das ist eine kostbare Gabe.
    Die Gemeinschaft der Kirche ist mir da sehr hilfreich. Im Augenblick gibt es viele Strömungen, die eine Herausforderung darstellen, um so wichtiger ist das Gebet für den hl. Vater- den Papst und die Bischöfe, die Priester und Diakone.
    Ihnen gilt mein Gebet in besonderer Weise. Ihnen schlägt soviel Gegenwind ins Gesicht.
    Heiliger Geist, führe auch alle Männer und Frauen die ein Theologiestudium machen und gib ihnen Kraft zum Durchhalten. Amen!

    AntwortenLöschen
  2. Jesus, DU hast den "Schlüssel Deiner Kirche" den "Schlüssel Deiner Liebe" an Petrus gegeben.
    Ich "betrachte DICH" JESUS, und auch ich will jetzt, DIR, in Liebe die Türe meines Herzens öffnen und sagen,
    " DU bist Jesus Christus- der Gesalbte-der Sohn Gottes" ich glaube, ich anbete, ich hoffe und ich liebe dich. Amen

    AntwortenLöschen