Dienstag, 4. August 2020

Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind? (Mt 15,12)

18 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 15,1-2.10-14

In jener Zeit kamen von Jerusalem Pharisäer und Schriftgelehrte zu Jesus und sagten: 

Warum missachten deine Jünger die Überlieferung der Alten? Denn sie waschen sich nicht die Hände vor dem Essen. 

Und er rief die Leute zu sich und sagte: Hört und begreift: 

Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. 

Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind? 

Er antwortete ihnen: Jede Pflanze, die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden. 

Lasst sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube fallen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind?  (Mt 15,12)

 

Es ist immer dasselbe. Sehr viele Menschen klammern sich an äußerliche Dinge. Wenn man irgendetwas verändert, sind sie empört. Wo sind eigentlich die, denen es wirklich um Jesus geht? In einem Buch habe ich gelesen, dass Menschen einer Gemeinde empört waren, weil der Pfarrer ein Bild ein wenig anders gehängt hatte. Viele sind empört, wenn die Gottesdienstordnung verändert wird. Für Jesus sind ganz andere Dinge wichtig. Für Jesus ist wichtig, dass wir ein reines Herz haben, dass wir ihn suchen, und was aus unserem Mund herauskommt.

 

Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind?

 

Je nachdem was wir sprechen, machen wir uns unrein. Wer immer flucht, macht sich unrein. Aber auch wer immer klagt, wer immer nörgelt, wer sich immer beschwert, macht sich unrein. Wer immer negativ spricht, macht sich unrein. Durch das negative Reden wird eine negative Atmosphäre geschaffen, die sehr viele Menschen mitreißt. Die meisten Menschen haben kein starkes Selbstbewusstsein und lassen sich durch eine negative Atmosphäre verführen. So wird eine ganze Gruppe, eine ganze Gesellschaft negativ.

 

Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind?

 

Das sind die Dinge, um die es Jesus geht, nicht die Äußerlichkeiten. Achten wir heute auf uns! Wie rede ich? Bin ich empört, wenn sich etwas ändert, oder ist mir Jesus wichtig, meine Beziehung zu ihm? Liegt mir daran, dass mein Herz rein ist? Wie rede ich? Verführe ich andere zur Negativität durch mein Reden? Oder stelle ich Jesus in den Mittelpunkt?

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns ermahnst, nicht die falschen Prioritäten zu setzen. Ich will mich nicht über unwichtige Dinge aufregen. Ich will mich nicht an alten Gewohnheiten festklammern. Das wichtigste ist, dass du immer im Mittelpunkt stehst. Bitte zeige mir, wo ich mich verändern muss!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
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52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, deine Worte werden oft nicht richtig verstanden. Wir Menschen hören eher auf negative Botschaften. So ist es auch bei mir. Immer wieder mache ich die Erfahrung, sobald ich dich aus dem Auge verliere, kommt schnell der kritische Blick ins Spiel. Die Empörung macht sich stark über Veränderungen.
    Durch die Kontemplation, die ich im Alltag immer wieder suche, wird mein Blick auf Jesus gerichtet. Das verstärkt meine Beziehung zu ihm.
    Jesus Christus, sei mir heute Nahe. Ich will mich nicht an alte Gewohnheiten klammern. In deiner Nähe kann ich nicht untergehen, du reichst mir deine Hand. Sei du mein Mittelpunkt mein Kompass der mir die Richtung angibt. Schenke mir deinen heiligen Geist, der mich lenkt und leitet. Amen!

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