Samstag, 4. April 2020

Dein König kommt zu dir. (Mt 21,5)

Palmsonntag

 

EVANGELIUM

Mt 21, 1-11

 

1Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus

2und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir!

3Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

4Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:

5Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

6Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.

7Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf.

8Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.

9Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!

10Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das?

11Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

 

 

Tagesimpuls:

 

Dein König kommt zu dir.  (Mt 21,5)

 

Eigentlich steht Jesu Kreuzigung kurz bevor. Aber dennoch feiern die Menschen. Sie feiern Jesus. Sie feiern ihren König, der zu ihnen kommt. Das ist gut. Ob sie nicht ahnen, was bevor steht? Vielleicht doch. Aber was auch immer bevorsteht, das eine ist wichtig: Der König kommt zu uns. Es kann sein, dass das Kreuz bevorsteht, dass sich noch mehr ändern wird. Dennoch sollen wir die Augen aufrichten zu unserem König. Er kommt zu uns, auch im Kreuz ist es immer noch Er, der zu uns kommt.

 

Dein König kommt zu dir.

 

Wenn all das geschieht, sagt Jesus, dann erhebt euer Haupt, denn eure Erlösung ist nahe. (Lk 21,28) Wir müssen uns klarmachen: Jesus kommt auf uns zu. Vielleicht ist es ja schon seine Wiederkunft, die sich jetzt ankündigt. Es wäre auf keinen Fall falsch, so zu denken. Die biblische Generation hatte die Naherwartung. Jesus lehrt uns, so zu leben, dass seine Wiederkunft unmittelbar bevorstehen kann. Mit der Naherwartung zu leben, ist immer richtig. Wir könnten ja auch jeden Tag sterben. Auch von daher ist es gut, mit dieser Naherwartung zu leben. Schlecht wäre, wenn man die Haltung hätte: „Unser Herr kommt noch lange nicht" (vgl. Mt 24,48) Und ehrlich gesagt, hatten wir diese Haltung. Wir lebten gefühlt in einer Haltung: Es wird immer so weitergehen. Die Worte nach dem Vater unser, „voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten", passten irgendwie gar nicht in unser Weltbild. Und ebenso wenig das „bis du kommst in Herrlichkeit". Das haben wir so gebetet, aber wir haben es nicht ernst genommen. Wiederkunft Jesu war für uns kein Thema.

 

Dein König kommt zu dir.

 

Wir wissen nicht, wann der Herr kommt, auch heute nicht. Aber wir wissen, dass er kommt. Und wir wissen, dass er gerade jetzt auf uns zukommt. Und das kann uns unsere Ängste nehmen. In allem, was geschieht, will er auf uns zukommen, auch wenn es das Kreuz ist.

 

Gebet:

Jesus, danke, dass du zu uns kommst, du mein König. Du regierst die Welt, nichts gerät dir außer Kontrolle. Alles, was du zulässt, dient zu unserem Heil. Jesus, ich erwarte dich, egal wie es wird. Ob es nun wirklich das Ende der Welt ist, oder ob du in all diesen Umständen in besonderer Weise zu uns kommen willst. Jesus, ich erwarte dich, und ich bete, dass mit mir noch viele Menschen dich erwarten. Eines ist sicher, wenn du kommst, dann bringst du Heil, Segen und Erlösung mit.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, Freud und Leid liegen sehr eng zusammen. Das wird mir besonders jetzt in dieser schweren Zeit klar. Da freuen sich Menschen die von der Intensivstation entlassen werden, oder jene die aus dem künstlichen Koma befreit werden. Andere wiederum beweinen den Tod eines lieben Mitmenschen.
    So Jesus geht's auch mit DIR. Zuerst ist das Volk Freude-hochjauchzend, doch später werden viele "gegen DICH" sein.

    Doch Dein Einzug ist Gottes Wille.
    Denn es steht in Sacharja 9,9
    Der Friedenskönig für Israel und die Völker
    9 Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil, demütig ist er und reitet auf einem Esel, ja, auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin.

    Hl.Geist, ich bitte dich, beschenke mich / uns alle, dass auch ich / auch wir - trotz dieser Krise, jubeln und uns freuen dürfen, dass DU Jesus bei uns bist, und in unsere Herzen Einzug hältst.
    Denn dadurch erhalten wir Kraft, Mut Vertrauen und Hoffnung für die kommende "Heilige Woche"

    Jesus ich danke DIR für deinen Einzug in meinem Herzen. Amen

    AntwortenLöschen