Mittwoch, 22. April 2020

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet. (Joh 3,18)

02 Woche der Osterzeit      

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 3,16-21

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. 

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. 

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. 

Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. 

Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. 

Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind. 

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet.  (Joh 3,18)

 

In der Corona Zeit wurde wieder viel spekuliert, woher das Böse kommt, ob Gott es vielleicht schickt, um die Menschheit zu bestrafen. Das wäre ungerecht, und es würde die oft die Falschen treffen. Hier gibt Jesus eine klare Stellungnahme. Das Böse wird nicht von Gott geschickt, sondern es ist schon da. Jesus kommt, um uns zu retten. Wir können uns von Jesus retten lassen, oder wir bleiben in der Macht des Bösen.

 

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet.

 

Das Böse in sich ist ungerecht, unlogisch, nicht sinnvoll, nicht nachvollziehbar. Daher nannten die Theologen es auch „mysterium inequitatis" – Geheimnis des Bösen. Wenn das Böse die Macht hat, dann leiden Unschuldige. Das Böse, der Böse, will in seiner Gemeinheit Gott schaden zufügen, und wenn unschuldige Menschen, besonders Kinder, leiden, dann tut das Gott am meisten weh. Und weil unser Herz nach dem Herzen Gottes gebildet ist, tut es uns auch besonders weh. Gott aber will uns retten. So wie durch die einet Tat eines bösen Menschen viele Unschuldige leiden, so kann auch vielen geholfen und Gutes erwiesen werden, wenn ein Mensch sich von Gott retten lässt. Das Gute strahlt aus, es wirkt sich aus, weit über meinen Horizont hinaus, viel weiter, als ich es ermessen kann. Jedes Gebet, jede gute Tat, jede Hinwendung zu Christus, dem Retter, lässt wieder unfassbar viel Segen in die Welt fließen.

 

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet.

 

Anstatt sich über das unergründliche Geheimnis des Bösen oder über Gottes Ratschlüsse, die wir nie verstehen werden, aufzuregen, ist es besser, den Weg  mitzugehen, den Jesus mit uns gehen will. Lassen wir uns von Jesus erretten! Es ist besser, ein Licht anzuzünden als über die Dunkelheit zu klagen. Jesus schenkt uns doch den Ausweg. Je mehr Menschen diesen Weg mitgehen, umso mehr wird das Dunkel vertrieben. Wenn wir über das Böse klagen, sind wir noch selber im Dunkel. Kommen wir lieber zu Jesus ans Licht!

 

Gebet:

Jesus, ich will nicht im Dunklen leben, ich will zu dir ans Licht kommen. Danke, dass du uns allen Errettung anbietest. Wir verstehen nicht, warum du das  Böse zulässt, warum so viele Menschen in der Gewalt des Bösen leben und dem Bösen dadurch so viel Raum geben. Wir verstehen nicht, warum wir selber immer wieder zurückfallen in Sünden, obwohl wir schon zu dir gekommen sind. Wir wissen nur eins: Wenn wir uns von dir erretten lassen, dann wird alles besser. Und so will ich jeden Tag zu dir kommen, jeden Tag wieder neu anfangen mit dir, in der Hoffnung, ja in der Zuversicht, dass ich dadurch viel mehr Gutes in die Welt schenke, als ich je ermessen werde.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Ich lese den ersten Vers;
    "Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat."

    Dabei kommt mir ein Gedanke der folgende Frage in mir zulässt;
    - auf was sind die Augen meiner Seele gerichtet, Licht - oder Dunkel?

    Jesus, auf die Fürsprache meines Schutzengel bete ich im Schauen der Hl.Eucharistie,
    - Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben." 

    Heiligste Dreifaltigkeit, auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria und meines Schutzengel, erbitte ich die Gnade, dass sich meine Seele bemüht schon hier auf Erden, DEIN LICHT zu schauen.
    Amen

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