Donnerstag, 2. April 2020

Mein Vater ist es, der mich ehrt. (Joh 8,54)

05 Woche der Fastenzeit

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 8,51-59

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Amen, amen, ich sage euch: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen. 

Da sagten die Juden zu ihm: Jetzt wissen wir, dass du von einem Dämon besessen bist. Abraham und die Propheten sind gestorben, du aber sagst: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht erleiden. 

Bist du etwa größer als unser Vater Abraham? Er ist gestorben, und die Propheten sind gestorben. Für wen gibst du dich aus? 

Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so gilt meine Ehre nichts. Mein Vater ist es, der mich ehrt, er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. 

Doch ihr habt ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn, und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte an seinem Wort fest. 

Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich. 

Die Juden entgegneten: Du bist noch keine fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben? 

Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin ich. 

Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und verließ den Tempel. 

 

 

Tagesimpuls:

 

Mein Vater ist es, der mich ehrt.  (Joh 8,54)

 

Ich bete darum, dass dies auch heute geschieht, dass der Vater vielen Menschen ins Herz gibt, wie groß und wie wichtig Jesus ist. Wir brauchen Jesus jetzt so dringend, noch dringender als bisher. Ohne Jesus werden wir – glaube ich – alles, was auf uns zukommt, nicht überstehen können. Ich bete darum, dass die Menschen Jesus in der Eucharistie verstehen. Was nützen meine Worte, um das zu erklären, wenn es nicht der Vater ist, der das den Menschen in ihren Herzen klar macht.

 

Mein Vater ist es, der mich ehrt.

 

Ich hatte mich gestern danach erkundigt, ob ich mit Jesus in der Monstranz über den Selfkant fliegen könnte, um die Menschen vom Flugzeug aus zu segnen. Ich hatte gehört, dass einige Priester das gemacht haben. Ich weiß nicht, ob das richtig war, aber ich habe innerhalb von einer Stunde, nachdem ich gefragt hatte, eine positive Antwort bekommen. Und wir haben den Termin für heute um 12 Uhr ausgemacht. Weil sich im Moment das Wetter noch hält, sollte es so schnell geplant werden. Viele verstehen das jetzt nicht, einige hielten das für einen Aprilscherz, obwohl ich mit Jesus und mit der Eucharistie nie scherzen würde. Nun hoffe ich, dass der Vater Jesus ehrt, dass der Vater Jesus bezeugt, dass mehr Menschen verstehen, dass ich es deswegen tue, weil ich wirklich an die reale Gegenwart Jesu in der Eucharistie glaube und auf ihn vertraue, dass er uns helfen und beschützen wird. Die Tatsache, dass alles so schnell und reibungslos geklappt hat, habe ich als ein Zeichen von ihm betrachtet, dass er das will. Ich hoffe, ich habe jetzt keinen Fehler gemacht.

 

Mein Vater ist es, der mich ehrt.

 

Wenn wir täglich abends mit Jesus durch die Dörfer fahren, waren viele Menschen an den Straßenrändern und haben mit gebetet. Da wurde Jesus verehrt, das verstehen die Menschen. Dafür bin ich dankbar. Ich bin auch dankbar, dass Menschen an der Straße standen, die nicht regelmäßig zur Kirche gehen. Alle waren ernst und haben mit gebetet.

Am Montag beginnt unser 24/7 Gebet. Auch hier haben sich in den letzten Tagen noch Menschen gemeldet. Dafür bin ich sehr dankbar. Hier wird Jesus in der Eucharistie ganz besonders verehrt. Was können wir jetzt tun, außer Jesus zu verehren? Das ist unser Schutz, das ist unsere Hoffnung!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir dich verehren dürfen. Bezüglich des Fliegens bin ich sehr verunsichert. Ich hoffe, dass der Vater dich ehren wird, und dass viele Menschen es verstehen und in ihren Herzen berührt werden. Jesus segne uns, in den vielfältigen Formen, beschütze uns und umgebe uns von allen Seiten. Wir wollen dich ehren, wir wollen dich loben, wir wollen dich anbeten.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Herr, Lesung und Evangelium sprechen vom "ewigen Gottesbund" .
    Und im AntwortPsalm heißt es
    Der Herr ist unser Gott;
    ewig denkt er an seinen Bund. 

    Heute am Todestag vom Hl.Papst Johannes Paul II , denke ich daran wie der Papst sein irdisches Leben gelebt und seine Berufung ernst genommen hat.

    Und DU Gott, nimmst von Anbeginn aller Zeit DEIN WORT ernst, hältst Deinen Bund bis über alle Ewigkeit hinaus.

    Doch wie ist es um mich selbst bestellt, halte auch ich den Bund mit Dir in meinem Leben?
    Wie fällt es mir / uns doch oftmals schwer, "den ehelichen Bund" ein Menschenlebenlang zu halten. ?

    Auch heute frage ich mich, wenn man die Not sieht und die Weltnachrichten hört, wo bist DU in dieser schweren Zeit der Not?
    Ich stelle für mich fest; sehe ich DICH auch nicht, so spüre ich doch, dass DU da bist. Denn du schenkst mir / uns die hoffnungsvolle Kraft, diesen "krankhaften Widerstand" glaubend und geduldsam durchzuhalten.

    Jesus, ich vertraue auf dich

    Amen

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  2. Heute wo alle nur nach Ansehen nach
    Bestätigung lechzen, wird es immer schwieriger ja zu seinem Glauben zu sagen, ihn frei nach draußen zu bezeugen. Danke, dass Sie sich nicht um das Gerede der Menschen kümmern.

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