Freitag, 20. April 2018

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. (Joh 6,57)


03 Woche der Osterzeit       Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,52-59.
In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

Tagesimpuls:

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.  (Joh 6,57)

Wir brauchen Nahrung, um unser physisches Leben zu ernähren. Ebenso brauchen wir Nahrung für unser geistliches Leben. Jesus sagt sogar: „so wird jeder, der mich isst, durch mich leben." Wenn wir das Leben, was Jesus uns schenkt, „geistliches Leben" nennen, wäre das eine Verengung, es ist mehr. Es ist das Leben schlechthin. Wenn einer nur körperlich lebt, ansonsten aber tot ist, dann lebt er nicht wirklich. Das drückt Jesus ja an einer Stelle aus: „Lass die Toten ihre Toten begraben!" (Lk 9,60) Das wirkliche, echte Leben erhalten wir durch Jesus, und zwar, indem wir ihn essen.

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

Mit Essen kann nichts anderes gemeint sein als die Eucharistie. Für die katholische Kirche ist dieser Glaube wesentlich. Sie hat immer daran festgehalten, dass ein Christ aus der Eucharistie lebt. Daher ist es für einen Katholiken unverständlich, wenn man die Feier der Eucharistie reduziert auf wenige Momente im Jahr. Der Katholik feiert die Eucharistie mindestens jeden Sonntag, wenn nicht sogar täglich. In ihr sind alle anderen wichtigen Aspekte enthalten: Das Wort Gottes, das Gebet, die Gemeinschaft.

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

Wenn wir als Christen Eucharistie feiern, dann schenken wir nicht nur uns, sondern der Welt das Leben. Denn wenn Jesus in uns lebt, wenn wir leben, dann überträgt sich das auf unsere Umgebung, auf die Welt. Wir werden zum Segen, und wir führen unsere Mitmenschen indirekt näher zu Jesus. Erlauben wir also Jesus, in uns zu leben, uns lebendig zu machen, und durch uns der Welt das Leben zu schenken!

Gebet:
Jesus, ich danke dir für die Eucharistie. Manchmal feiern wir nicht so bewusst. Aber heute zeigst du uns durch dein Evangelium noch einmal den Sinn der Eucharistie. Du willst uns Leben schenken. Lass uns dein Wort ernst nehmen! Lass uns immer aus dieser Quelle leben!


Pastor Roland Bohnen 










Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019

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