Donnerstag, 26. April 2018

Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. (Joh 13,16)


04 Woche der Osterzeit       Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 13,16-20.
Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, sprach er zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat.
Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt.
Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwählt habe, aber das Schriftwort muss sich erfüllen: Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen.
Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es.
Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Tagesimpuls:

Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat.  (Joh 13,16)

Das sagte Jesus den Jüngern, nachdem er ihnen die Füße gewaschen hatte. Er hat sich vor ihnen erniedrigt. Und wir sollen uns klar machen, dass wir nicht größer sind als Jesus. Wenn er sich uns gegenüber erniedrigt, dann dürfen wir uns nicht als Herren aufspielen. Wir sollen uns auch erniedrigen. Es darf nicht sein, dass wir uns über andere stellen, wenn Jesus sich unter alle Menschen stellt.

Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat.

Das widerspricht nicht der Tatsache, dass wir Leitungsaufgaben wahrnehmen. Wenn wir andere Menschen leiten, dann sollen wir unsere Position nicht missbrauchen für unseren eigenen Vorteil, sondern wir sollen den anderen dienen. Das kann z.B. darin bestehen, dass wir darauf achten, dass jeder zu Wort kommt, dass jeder seine Meinung und seine Erfahrung einbringen kann. Wir sorgen dafür, dass in unserer Mannschaft ein guter Teamgeist entsteht. Das kann sogar so weit gehen, dass wir unsere eigene Meinung und unsere eigenen Wünsche zurücknehmen, damit das herauskommen kann, was die anderen wünschen.

Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat.

Wir sollen einander dienen mit unseren Talenten. Alles, was wir können und tun, soll zum Aufbau der Gemeinschaft beitragen. Wir sollen unsere Talente einbringen und nicht nur konsumieren, uns nicht nur bedienen lassen von den anderen. Demut ist nicht, dass man sich zurückhält und die anderen machen lässt. Demut ist, wenn man seine Fähigkeiten einbringt im Dienst an der Gemeinschaft. Dann handeln wir in der Nachfolge Jesu, dann sind wir Diener der anderen, so wie Jesus der Diener aller war.

Gebet:
Jesus, danke für die vielen Talente, die du mir gegeben hast. Heiliger Geist, schenke mir die Haltung der Dienstbereitschaft. Ich will nicht größer sein als Jesus, ich will in der Nachfolge Jesu handeln und meine Talente für die Gemeinschaft einsetzen. Zeige mir konkret, wo ich dienen soll, was ich tun kann heute, um anderen zu helfen. Hilf mir aber auch, meine Grenzen zu beachten, so dass ich mich nicht überfordere und alles in deine Hände lege, was ich selber nicht tun kann.


Pastor Roland Bohnen 










Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019

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