Montag, 23. April 2018

Ich bin die Tür zu den Schafen. (Joh 10,7)


04 Woche der Osterzeit       Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 10,1-10.
In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Tagesimpuls:

Ich bin die Tür zu den Schafen.  (Joh 10,7)

Jesus ist die Tür. Die Schafe sind die Menschen, die wir erreichen wollen. Es sind die Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Wir können auf verschiedene Weise auf die Menschen zugehen, mit Jesus oder ohne Jesus. Ich erinnere mich, dass Menschen meine Einladung zum Gottesdienst immer wieder abgelehnt hatten. Zunächst verstand ich nicht, warum. Dann wurde mir klar, dass ich nicht mit Jesus auf die Menschen zugegangen war. Ich habe sie eingeladen, weil ich meinen Erfolg sehen wollte. Ich suchte mein Erfolgserlebnis, eine volle Kirche. Und das spürten die Menschen und zogen sich zurück.

Ich bin die Tür zu den Schafen.

Wir müssen auf unsere Motive achten. Suche ich im Tiefsten nur nach Selbstbestätigung, indem ich die Menschen auffordere, den Weg zu gehen, den ich gehe? Oder geht es mir wirklich um sie, um ihr Heil, um ihr Leben in Fülle? Wenn ich durch Jesus auf die Menschen zugehe, dann gehe ich durch die richtige Tür, dann reinigt er immer wieder meine Motive. In Jesus kann ich gelassen werden. Es ist letztlich seine Sache, ob jemand kommt, wie viele kommen. Mit Jesus kommt eine neue Dimension in die zwischenmenschliche Beziehung, die entlastend und befreiend ist. Ich kann mich fragen: „Ist es überhaupt Jesus Wille, ist es für diesen Menschen jetzt dran? Oder führt Jesus ihn zunächst auf einem anderen Weg?" Das entspannt meine Haltung, ich muss ihn nicht unbedingt zur Kirche einladen, ich kann loslassen und ihn dem Willen Gottes überlassen.

Ich bin die Tür zu den Schafen.

Leben wir also diese befreiende Botschaft! Achten wir darauf, dass Jesus in unseren menschlichen Beziehungen ist! Mit ihm können unsere Beziehungen gelingen.

Gebet:
Jesus, ich vertraue dir die Menschen an, besonders die schwierigen, die problematischen, die Menschen, für die ich nach menschlichem Ermessen keine Lösung sehe. Dir will ich alles anvertrauen. Hilf mir, dass ich immer mit dir auf die Menschen zugehe, dass ich sie in dir sehe. Danke, dass du mir in allem helfen willst und kannst.


Pastor Roland Bohnen 










Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019

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