Dienstag, 3. April 2018

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen. (Mt 28,9)


Dienstag der Osteroktoav

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 28,8-15.
Nachdem die Frauen die Botschaft des Engels vernommen hatten, verließen sie sogleich das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.
Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.
Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.
Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.
Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld
und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.
Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt.
Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.

Tagesimpuls:

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen.  (Mt 28,9)

Durch seine Auferstehung ist Jesus nicht mehr an die Grenzen von Raum und Zeit gebunden. Er kann plötzlich und mühelos erscheinen. Er kommt und ist da! Nach vierzig Tagen ist er in den Himmel aufgefahren. Seitdem erscheint er nicht mehr körperlich. Aber immer noch, und gerade jetzt, kann Jesus schnell und mühelos bei allen Menschen sein. Er kann immer kommen. Er kann immer bei uns sein.

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen.

Jemand hat einmal gesagt: „Jesus ist nur ein Gebet weit von dir entfernt." Trotzdem tun wir uns manchmal schwer damit, wir klagen über Zerstreuungen beim Gebet oder über „Trockenheiten" und „Durststrecken". Ja, das alles gibt es, wir fühlen uns nicht immer gleich. Und doch dürfen wir uns von diesem Evangelium ermutigen lassen: Jesus ist ganz nah. Er hat keine Mühe, zu uns zu kommen, bei uns zu sein. Und vielleicht hilft es uns dann, trotz der Trockenheit oder anderer Widerstände, doch wieder schnell zu ihm zurückzufinden.

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen.

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus jetzt alles getan, was er konnte, um jegliche Trennung zwischen Gott und uns aufzuheben. Nutzen wir das jetzt aus! Wenden wir uns Gott zu, so gut und so oft wir es können! Leben wir mit ihm an unserer Seite! Lassen wir uns nicht mehr einreden, er sei fern von uns, oder es sei schwer und mühevoll, in seine Gegenwart einzutreten!

Gebet:
Jesus, ich danke dir, dass du die Brücke zu jedem Menschen gebaut hast. Ich danke dir, dass du mir und uns mühelos nah sein kannst. Für dich gibt es kein Hindernis mehr. Bitte hilf mir, dass ich das heute ausnutze! Ich will immer in deiner Gegenwart leben. Danke für deine Auferstehung!


Pastor Roland Bohnen 










Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019

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